FCSBlog kompakt 2

Die 2. Folge von FCSBlog kompakt geht der Frage nach: Wir mit Dir? Oder SV 07 Elversberg ohne uns?

Veröffentlicht unter 2015/2016, Video | Verschlagwortet mit , | 1 Kommentar

FCSBlog kompakt 1

Die erste Ausgabe des neuen Videoformats im FCSBlog.

Veröffentlicht unter Video | Verschlagwortet mit | 1 Kommentar

113 Jahre 1. FC Saarbrücken

  
Lieber 1. FC Saarbrücken,

alles Gute zu 113 Jahren Titeln, Tränen, Typisch Eff-Zeh! Auf die nächsten

5 Jahre Regionalliga (mindestens)

5 Jahre Völklingen (vermutlich)

113 Jahre Milan Sasic (gefühlt)

5 Vizepräsidenten in 3 Jahren (wer nimmt Wetten an?).

Ich freue mich auf Deine Gesellschaft, ich werde mit Dir lachen, mit Dir weinen, aber Dich nicht zurücklassen. Auch wenn Du manchmal Schwierigkeiten hast, ein Verein zu sein. 

Veröffentlicht unter In eigener Sache | Kommentar hinterlassen

Warum liebt Ihr den 1. FC Saarbrücken?

10342809_1147017638650897_7882809360332787893_n “Die Menschen wollen doch lieben. Wir müssen ihnen wieder die Möglichkeit schaffen, den Verein zu lieben”, sagte Ex-Präsident Horst Hinschberger zur Saarbrücker Zeitung im Kontext der aktuellen Krise, die bislang im Rücktritt von Vizepräsident Florian Kern gipfelte. Hinschberger hat Recht, denn das Bedürfnis, den eigenen Verein zu lieben, ist Grundbedingung des Fanseins. Er hat aber auch Unrecht, wenn er denkt, dass es in der aktuellen Krise nicht mehr möglich wäre, den eigenen Verein zu lieben.

Warum ich das glaube? Seit mehr als einem halben Jahr sitze ich an der Recherche und dem Abtippen meines ersten Buches über den 1. FC Saarbrücken, was voraussichtlich im Herbst 2016 im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag erscheinen wird. Ich habe mich dafür in den letzten Monaten durch viele Seiten Fußballstatistiken, alte Fanmagazine, Bücher, Stadionzeitschriften und sonstige Quellen gehangelt, habe mit verschiedenen Leuten gesprochen, ob nur für Anregungen oder für Dinge, die ich einfach so nicht wissen kann.

101 Gründe sind bereits abgetippt, nur noch zehn weitere warten darauf, von mir ins Buch eingefügt zu werden. Bei einem Grund könnt Ihr mir allerdings noch mit Euren Ideen behilflich sein und dazu beitragen, dass das Buch nicht nur eine Mischung aus Vereinsbiografie, kuriosen Geschichten und Betrachtungen über das Saarland wird, sondern auch eine Hommage von Fans an den besten Verein der Welt.

Was ist Euer ganz persönlicher Grund, den 1. FC Saarbrücken zu lieben? Falls Ihr mit ihm im Buch zitiert werden wollt, kommentiert einfach unter diesen Artikel, schreibt mir bei Facebook oder per Mail. Natürlich muss ich mir vorbehalten, die ausgewählten Texte gegebenenfalls zu kürzen, falls sie etwas zu lang sind. Also: Je kürzer und knackiger, desto besser!

Veröffentlicht unter 2015/2016, In eigener Sache | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Der kaputte Verein

Hartmut Ostermann in der Halbzeitpause. (Foto: Andreas Schlichter)

Hartmut Ostermann in der Halbzeitpause. (Foto: Andreas Schlichter)

Wenn diese Woche zwei gute Dinge in Sachen 1. FC Saarbrücken hervorgebracht hat, dann war es der 4:0-Sieg der U19-Mannschaft über Eintracht Frankfurt, und die Erkenntnis, dass der Verein so kaputt ist, dass es in der Form nicht mehr weitergehen kann. Die Fanbetreuung ist zurückgetreten, kritisierte in ihrer Stellungnahme Vizepräsident Florian Kern. Kern trat seinerseits auch zurück, kritisierte das fehlende Einhalten von Absprachen seitens des Restpräsidiums und die Inaktivität von Hartmut Ostermann.

Ostermann schlug seinerseits in einem skurillen Auftritt in der Halbzeit des Spiels Saarbrücken gegen Trier zurück. Er setzte sich nicht inhaltlich mit den Vorwürfen von Kern auseinander, schob dessen Rücktritt auf dessen “Jugendlichkeit” (ohne dies näher zu erläutern). Den Höhepunkt der bizarren Ansichten Ostermanns, dem man das Fehlen seines Pressesprechers Peter Müller in der direkten Gesprächssituation anmerkte:

Ostermann: “Ich kann nur erkennen, dass man, wenn man solche Aktionen kurz vor der sowieso stattfindenden Hauptversammlung macht, nicht alleine das Interesse des 1. FC Saarbrücken im Auge gehabt hat.”

Frage SR: “Wann soll denn diese Mitgliederversammlung stattfinden?”

Ostermann: “Satzungsgemäß hat sie bis Ende Ende des Jahres stattzufinden … momentan kann ich keinen Termin angeben.”

Das illustiert nur die Probleme, aber was sind die? Natürlich kann man darüber streiten, was die hauptsächlichen Ursachen sind, aber in meiner Wahrnehmung gibt es mehrere Verhaltensweisen, die zum Bruch im Verein führen:

  1. Ein falsches Verständnis von Loyalität.Hartmut Ostermanns höchster Wert ist Loyalität. Wer sich dem Victor’s-Chef treu und ergeben zeigt, hat nicht zu befürchten, fallen gelassen zu werden. Selbst Mitarbeiter, die für den Verein untragbar geworden sind, lässt er nicht im Stich. Das führt zu einer Abwesenheit von kritischen Gedanken oder gar Selbstkritik. Wer kritisiert – wie jetzt Kern – wird mit Unverständnis betrachtet und bekommt das zu spüren.
  2. Gezielt gestreutes Misstrauen.Wer sich in Saarbrücken die Loyalität des Chefs sichern möchte, muss selbst in gutem Licht erscheinen. Das heißt, man darf durchaus den Verdacht der Iloyalität auf andere lenken. Dies findet sich in der Mitteilung der Fanbetreuung genauso, wie in Milan Sasics berühmter Feststellung zu “manipulierten Fans”. Misstrauen hält Leute bewusst aus einer konstruktiven Mitarbeit am Verein heraus.
  3. Keine Kommunikation.Nicht nur, dass Florian Kern vergeblich mehrere Tage auf einen Rückruf von Ostermann warten musste – auch die generelle Kommunikation innerhalb des Vereins und nach außen ist geprägt von einem wirren Durcheinander. Neuigkeiten erfahren Mitglieder kaum vom Verein selbst, sondern meist aus der Presse. Das liegt an der fehlenden Disziplin vieler Funktionäre. In diesem Klima gedeihen die ersten genannten Probleme so richtig.
  4. Der fehlende Präsident.Das Präsidentenamt steht über allen anderen Ämtern im Verein. Für diese Rolle erweckt Ostermann zu oft den Eindruck, nicht mehr oft genug vor Ort zu sein oder in Krisenzeiten als Moderator tätig zu werden.

Den einfachen, richtigen Weg gibt es derzeit nicht. Die Grundbedingung, wieder Ruhe in den Verein zu bringen, ist der Abgang von Milan Sasic, aber auch ein Rückzug von Hartmut Ostermann aus dem Präsidentenamt, vielleicht sogar auch als Hauptsponsor, da es in Ostermanns Gedankenwelt sonst immer bei “Ich zahle, also bestimme ich” bleiben wird, auch wenn er dann offensichtlich irgendwann nicht mehr genug Zeit oder Lust zum bestimmen hat. “Ich zahle, also bestimme ich” geht nicht auf, wenn der Präsident Probleme lieber aussitzt. Aber was daraus dann gemacht wird, liegt an den Mitgliedern und Vereinsoffiziellen. Ein Klima des gegenseitigen grundsätzlichen Misstrauens, versteckter und offensichtlicher Feindseligkeiten darf es nicht mehr geben. Außer man möchte, dass dieser Verein weiter im Amateurbereich vor sich hinvegetiert.

Veröffentlicht unter 2015/2016, Essay, Kommentar | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Florian Kern tritt als Vize zurück.

Florian Kern (Foto: Andreas Schlichter)

Florian Kern (Foto: Andreas Schlichter)

Florian Kern hat sein Amt als Vizepräsident des 1. FC Saarbrücken mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Ich möchte dies ausdrücklich nicht kommentieren, sondern nur sein Rücktrittsschreiben an die Mitglieder dokumentieren:

Liebe FCS-Mitglieder,
Liebe Blau-Schwarze,

als ich im Sommer 2015 vom Aufsichtsrat ins Präsidium gewechselt bin, war es mein Anspruch die Außendarstellung des FCS, vor allem aber die Art und Weise, wie die Vereinsführung untereinander und mit den Mitgliedern kommuniziert, zu verbessern. Diese Ziele habe ich leider nicht erreicht.

Persönlich habe ich mir auch von meinem Wechsel die entsprechende Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit versprochen, die das Amt des Vizepräsidenten mit sich bringen sollte. Es wurden mir gegenüber getroffene Absprachen zu Verträgen jedoch nicht oder nur mangelhaft eingehalten. Weitreichende Personalentscheidungen des Präsidiums in den Bereichen Sicherheit, Fans und insbesondere der Verwaltung, über die ich im Nachhinein teilweise informiert worden bin, kann ich nicht teilen. Zudem teile ich die Auffassung von Präsident und Schatzmeister nicht, was den Kompetenzumfang des Geschäftsführer Sport betrifft. Außerdem hat sich Milan Sasic zuletzt nicht nur mir gegenüber mehrfach im Ton vergriffen. Ich habe aufgrund dieser dringlichen Situation den Präsidenten seit Samstagabend mehrfach um eine Rückmeldung gebeten: leider ohne Erfolg. Kurzum: Ich habe in meiner Amtszeit zahlreiche Probleme im Verein festgestellt, für die ich in den jetzigen Strukturen bei der kaum vorhandenen Kommunikation der Vereinsführung keine kurz- und langfristige Lösung sehe.

Auf dieser Basis bin ich nicht in der Lage das Amt des Vizepräsidenten weiter ausüben, ich ziehe daraus die notwendige Konsequenz und trete deshalb mit sofortiger Wirkung von diesem Amt zurück. Ich bleibe dem FCS selbstverständlich nach, wie vor meiner Amtszeit als Fan treu. Ich wünsche dem Verein für seine Zukunft alles Gute.

Blau-Schwarze Grüße,
Florian Kern

 

Veröffentlicht unter 2015/2016, Offener Brief, Verein | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Was die FCS-Fans von Milan Sasic lernen können.

In der neuen Völklinger Heimat: Die FCS-Fans. (Foto: Andreas Schlichter)

In der neuen Völklinger Heimat: Die FCS-Fans. (Foto: Andreas Schlichter)

Dieser kurze Artikel muss etwas ausholen. Der 1. FC Saarbrücken hat ein 1:1 gegen die Topmannschaft der Liga, Waldhof Mannheim, erreicht. Und trotzdem sind viele FCS-Fans sauer. Ausnahmsweise nicht mit dem Vorstand oder mit Milan Sasic, sondern dieses Mal mit “den Ultras” oder einfach “der Virage”. Der Grund: Im Spitzenspiel zeigte sich der Fanblock von seiner stillen Seite, was sogar bei der Fernsehübertragung aufgefallen ist.

Warum waren die Ultras still? Beobachter sagen, dass der Schweigeprotest dieses Mal weniger etwas mit den bekannten “Geht-den-FCS-frei!”-Herunterzählen der ersten 19 Minuten und drei Sekunden zu tun hat, sondern aufgrund der Stadtverbote ergangen sei, die gegen zahlreiche Fans im Vorfeld des Spiels ausgesprochen wurden. Ein Stadtverbot kommt einem “einmaligen” Stadionverbot gleich, es ging anscheinend auch an Leute, die eben kein laufendes Stadionverbot haben.

Es gibt viele, teilweise gute, Gründe, anderer Meinung als die Virage Est oder andere Gruppierungen aus dem Ultrabereich zu sein. Die Haltung zu Pyrotechnik etwa. Man darf auch Gesänge aus der Virage Est zu modern/kindisch/französisch finden und sich darüber beschweren. Natürlich könnte man jetzt auch auf die Virage Est für ihr Schweigen gegen den Südwestrivalen Mannheim kritisieren.

Aber man könnte auch dieses eine Mal Rückgrat zeigen und die Virage Est nicht kritisieren.

Wieso?

Wer in den letzten Wochen permanent “Sasic raus!” gerufen hat oder einen Wechsel im Präsidium forderte, aber jetzt meint, mit der Virage Est einen Sündenbock gefunden zu haben, tut Milan Sasic einen großen Gefallen. Er entsolidarisiert sich mit den Leuten, die im Stadion (dort wo Protest sichtbar ist und auch wehtut) konsequent fordern, dass Milan Sasic den Hut zieht.

Wer jetzt die Virage Est zum Hauptproblem des Vereins erklärt (und ich habe nicht wenige Kommentare im Netz gelesen, in denen sinngemäß steht “Die Ultras sind viel schlimmer als Sasic.”), gibt eine Steilvorlage für alle Aussagen in die Richtung, dass die Fans manipuliert seien. Wer nun die Debatte vom länger anhaltenden Problem der mangelnden Kommunikation zwischen Vorstandsebene und Mitgliedern/Fans verschiebt und sich mit Kleinigkeiten wie der Stimmung bei einem Regionalligaspiel beschäftigt, gibt Leuten wie Milan Sasic das Signal: Die Fanszene ist sich uneins. Es gibt keinen Veränderungsdruck.

In dieser Angelegenheit können die Fans durchaus sogar was von Milan Sasic selbst lernen. Der wäre nie so inkonsequent und würde öffentlich Hartmut Ostermann in den Rücken fallen. Denn auch er weiß (und das anscheinend besser als viele FCS-Fans), wann sich Zusammenhalt auszahlt.

Veröffentlicht unter 2015/2016, Kommentar, Rückrunde, Regionalliga | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare