Liebster Award

160129_liebster_awardZum dritten Mal unterbreche ich meine unbefristete Blogpause (nein, kein Streik, sondern eine Pause) für das Kettenbriefchen der Blogger, das Schneeballsystem der 2000er, für das richtig altmodische Blogstöckchen, das im Gegensatz zu Kommentaren in Blogs (leider!) noch nicht tot ist. Aber Gunnar ist andererseits einer der Blogger, denen ich ungerne einen Gefallen abschlage, da sein SV Wehen-Wiesbaden immerhin Kevin Pezzoni übernommen hat. Wollt Ihr es nicht vielleicht noch mal mit Hartmut Ostermann probieren?

Spaß beiseite: Der Liebster Award ist ein Award, bei dem man neue Blogs mittels dem Rumschicken von Fragen entdecken soll, was als Konzept eher halb durchdacht ist, da sich 2016 so ziemlich die meisten Blogger schon einmal über den Weg gelaufen sind. Sei’s drum! Immerhin sind Gunnars Fragen, die ich nun beantworten werde, gelungen. Danke hierfür.

  1. Für welchen Verein schlägt dein Herz und wann wurde diese Liebe entfacht?
    Für den 1. FC Saarbrücken und es begann in der Toppmöller-Ära, als der Verein, man glaubt es heute nicht mehr, noch näher an der Bundesliga als an Burgbrohl war.
  2. Wer war als Kind Dein Lieblingsspieler und wer ist es heute?
    Früher Karsten Hutwelker (Saarbrücken), dann Oliver Kahn, dann Dennis Bergkamp. Heute am Ehesten Zlatan Ibrahimovic, auch wenn er bei einem furchtbaren Verein spielt.
  3. Wie regelmäßig bist du im Stadion? Heimdauerkarte? Auswärtsfahrer?
    Derzeit fast nie. Ab und zu schaue ich mir in Berlin irgendwelche kruden unterklassigen Vereine an.
  4. Welches Spiel würdest du gerne wieder und wieder erleben?
    Das 3:0 des 1. FC Saarbrücken gegen Eintracht Frankfurt in der Saison 2004/2005. Ein traumhafter Tag.
  5. Auf welches Erlebnis mit deinem Verein hättest du gerne verzichtet?
    So ziemlich alle sportlichen Erlebnisse zwischen 2006 und 2008, sowie vieles von dem, was passiert ist, seit Milan Sasic beim 1. FC Saarbrücken tätig ist.
  6. Seit wann bloggst du und was war der Impuls, damit anzufangen?
    Wenn man die “Blutgrätsche”-Zeit mitrechnet seit 2005. Es war vor allem die Lust am Schreiben und die Begeisterung für frühere Fanzines.
  7. Wie hat sich das Thema Fußball für dich durchs Bloggen und Twittern verändert?
    Auf Twitter findet der 1. FC Saarbrücken nicht statt, was ich schade finde. Die Leute hält es leider zu sehr auf Facebook. Das kann ich hier im Fragebogen schreiben und den Text auch später bei Facebook teilen und keinem fällt das auf. Davon abgesehen: Einige Leute halten mich für wichtig, weil ich ein Blog betreibe. Früher war alles besser!
  8. Gegen die Derbyfizierung der Sprache: Gegen welchen Verein spielt ihr ein echtes Derby? Und bei welchen Begegnungen macht lediglich die Presse eines daraus?
    Gegen Homburg. Kaiserslautern ist realistisch gesehen zu weit weg, wäre aber in der gleichen Kategorie. Das “Stadtderby” gegen Saar 05 war zu einseitig. Elversberg wird vielleicht mal in 10, 20 Jahren ein Derby, ist aber für mich keins.
  9. Welche drei Dinge würdest du gerne an deinem Verein verändern?
    Drei Dinge reichen bei weitem nicht aus. Im Kleinen würde mir reichen: Eine erkennbare strategische Linie der Verantwortlichen, eine ordentliche Kommunikation und weniger plumpe Dummheit bei wichtigen Entscheidungen.
  10. Welche Bedeutung hat Fußball für dich neben der sportlichen?
    Es ist ein ganz netter Zeitvertreib mit vielen interessanten Facetten.
  11. Mit welchem ehemaligen Spieler deines Vereins würdest du gerne mal eine Partie kommentieren und warum?
    Statt mit einem Ex-Spieler lieber mit Peter Neururer. Selbsterklärend.

Eigentlich mal ich das Nominieren nicht, aber da ich mitmachen musste, dürfen sich der werte Catenaccio 07 und der andere Saarbrücker Blogger nun freuen. Meine Fragen:

  1. Würdet Ihr lieber einen Tag mit Thorsten Legat im Dschungel oder einen Tag mit Stefan Effenberg im Trainingslager in Belek sein? Bitte begründen!
  2. Warum habt Ihr noch keinen Youtube-Channel mit Hauls und Kosmetik-Tipps?
  3. Was vermisst Ihr mehr? Die guten alten 11-Freunde-Zeiten oder Spielständen beim Aktualisieren im Videotext zuzuschauen?
  4. Wer ist Euer Lieblingsschiedsrichter?
  5. Welche zwei Dinge ändern sich in Deinem Verein nie?
  6. Welchem Twitteraccount sollte ich heute noch folgen?
  7. Was war die dreisteste Werbeanfrage per Mail, die Du je erhalten hast?
  8. Jetzt mal im Ernst: Braucht die Bundesliga noch mehr Geld?
  9. Ist Handball der neue Fußball?
  10. Ist Snapchat das neue Twitter?
  11. Zum Abschluss: Warum bist Du immer noch Fan Deines Vereins?

Und hier die Regeln:

  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat, und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag.
  • Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  • Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Artikel.
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Fünf Dinge, die Saarländer beim Stadionneubau ignorieren.

20.01.2016 - Baustelle - Sanierung - Ludwigspark - Sb -

Die Bagger rollen (Foto: Andreas Schlichter)

Ärger um den Ludwigspark. Während die Spielstätte des 1. FC Saarbrücken bei der aktuellen “Sanierung im Bestand” etwas mehr als einen neuen Anstrich bekommen soll, haben die Bauherren bei Land und Stadt mutmaßlich nicht die ganze Wahrheit über die Baukosten gesagt. Täglich berichtet die Saarbrücker Zeitung über neue Einzelheiten, wenige Tage nach dem ersten Spatenstich soll das Projekt schon vier Millionen Euro teurer werden als geplant.

Die Kommentare im Internet pendeln zwischen empört und sarkastisch. Einige Nutzer ziehen Analogien zu Millionengräbern wie dem vierten Pavillon, andere beklagen die drohende Schließung des Botanischen Gartens und andere Sparmaßnahmen. FCS-Fans reagieren manchmal darauf angegriffen und kommentieren entsprechend zurück. Trotz des mitunter berechtigten Ärgers: Fast alle Internet-Kommentierer vergessen fünf wesentliche Punkte der Debatte:

  1. Die Fans des 1. FC Saarbrücken sind keineswegs in der Stadionfrage einer Meinung. Viele aktive Fans wünschten sich nur eine Sanierung mit Beibehaltung der ursprünglichen Form des Ludwigsparks, andere favorisierten einen kompletten Neubau, sogar an anderer Stelle. Auch alle FCS-Fans sind Bürger, Steuerzahler, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Arbeitssuchende und eben verschieden. Wer in den FCS-Fans allein ein paar “Krawallfans” sieht, hat ein beschränktes Weltbild.
  2. Es mag nahe liegen, parallel stattfindende Debatten, wie etwa um die Zukunft des botanischen Gartens, mit dem Stadion zu verknüpfen. Wirklich differenziert ist diese Denke aber nicht: Die Stadiondebatte existiert seit mehr als einem Jahrzehnt, betrifft die Stadt und das Land als Bauherren. Damit auch mehrere unterschiedliche Landesregierungen. Solche Debatten bedienen das Bauchgefühl der Emotionen, gehen aber am Kern der Sache – etwa der Sparpolitik des Landes oder Instrumenten wie der Schuldenbremse – vorbei.
  3. Der Verweis auf die Erfolgsgeschichte SV Elversberg, die ganz ohne Unterstützung des Landes ein “Stadion für das Saarland” gebaut hat, passt auch nicht mehr. Dort wurde lange nur mit einer Teilgenehmigung für Erd- und Gründungsarbeiten im Bereich der Haupttribüne gearbeitet – nicht mit einer Baugenehmigung (siehe SZ vom 11.2.2015). Aktuell bereitet der Brandschutz im VIP-Bereich Probleme.
  4. “Für die vierte Liga reicht es doch” ist kein gutes Argument. Seit Beginn der Stadiondebatte ist der 1. FC Saarbrücken zwischen zweiter und fünfter Liga gependelt, was beweist, wie schnell die Dinge im Fußball gehen. Und der Ludwigspark entspricht eben nicht mehr den Anforderungen, die an ein Stadion ab der 2. Bundesliga erfüllen muss. Und auch die Anforderungen für die 3. Liga wurden in den letzten Jahren erhöht (Stichwort: Rasenheizung).
  5. Zu guter Letzt, liebe Kommentierer aus dem Saarland: Auch der ganz normale Fan des 1. FC Saarbrücken findet es alles andere als toll, über Jahre hinweg mit Unklarheiten und Unwahrheiten zum Stadion erlebt zu haben. Also stellt ihn bitte nicht als “Komplizen” des Vereins oder einer Politik hin, die ihr kritisiert. Das wäre naiv.

(Disclaimer in eigener Sache: Dies ist nicht das Ende der Blogpause, sondern eine kurze, sachbezogene Unterbrechung. Die Gründe für die Blogpause wurden erläutert und bestehen weiter.)

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Warum ein Umzug nach Pirmasens falsch ist.

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Sportpark Husterhöhe, Foto: http://www.block-b.net. Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Die Frage um die Spielstätte des 1. FC Saarbrücken für den Zeitraum bis zum Sommer 2017 (oder darüber hinaus) spitzt sich zu. Wie in den Anfangsjahren des Vereins ist die Suche schwierig und laut der Pirmasenser Zeitung könnte der Verein in den Sportpark Husterhöhe ziehen. Vieles spräche dafür, so die Zeitung. In diesem Beitrag meine Entgegnung: Nein, es ist der größte Fehler, den der FCS derzeit begehen könnte. Und es reicht nicht aus, nur Pirmasens zu verhindern. Weiterlesen

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Das FCSBlog 2.0 pausiert bis auf Weiteres.

IMG_1789Das FCSBlog 2.0 pausiert ab sofort. Bis auf Weiteres. Bei der ersten Blogpause im Jahr 2009 habe ich meine Entscheidung mehrfach angekündigt und auch ausführlich begründet. Nun kommt sie vielleicht etwas überraschender, aber eine Erklärung gibt es dennoch:

  • Das Studium in Berlin nimmt mich deutlich mehr in Anspruch als mein Praktikum in Paris im ersten Halbjahr 2015.
  • Das Buchprojekt zum 1. FC Saarbrücken beschäftigt mich natürlich auch noch.
  • Immer wieder bekomme ich Anfragen, als Gastautor für Blogs oder kleinere Zeitschriften zu schreiben – was ich auch oft sehr gerne tue, aber sicher mehr Zeit und Engagement verlangt, als es manch einer glauben würde.
  • Es gibt noch anderes Leben als mein Schreiberdasein.
  • Und vielleicht der ausschlaggebende Grund: Ich habe derzeit keinen Spaß mehr am Bloggen.

Warum ist das so? Liegt es am Umzug nach Berlin? Zum Teil, denn mir fällt die Themensuche und Auswahl natürlich leichter, wenn ich im Saarland bin und im Ludwigspark selbst die Stimmung mitbekomme, mit Freunden, Bekannten, aber auch Fremden sprechen kann. Aber es wäre nur ein Teil der Wahrheit, wenn ich sage, dass mich der wöchentliche Vorbericht in seiner Monotonie irgendwann anödet.

Was mich stärker vom Schreiben abbringt, ist ein Verlust der Online-Kultur, den nur jemand nachvollziehen kann, der wie ich mit dem Wandel von Seiten wie blutgraetsche.com über Vereins- und Fanforen, hin zu Twitter und Facebook sozialisiert wurde. Meiner Meinung nach liegt der Verlust in zwei wesentlichen Punkten:

  1. Die Aufmerksamkeit richtet sich nicht auf langfristige Themen, sondern vor allem auf kurze Aufreger oder Bilder.
  2. Die Diskussionskultur ist schlechter geworden.

Einer der beliebtesten Beiträge für Diskussionen in den drei Jahren seit Wiedereröffnung des Blogs war “Blamage auf mehreren Ebenen“, der vielfach gelesen und ungewöhnlich stark kommentiert wurde. Ein klassisches Aufregerthema für alteingesessene Fans, aber umso mehr für einmalige Besucher. Ich verstehe auch irgendwie den therapeutischen Zweck, sich dann hier einmal im Blog auszukotzen (und mir dürfte das nicht anders gehen – oft genug war Schreiben das passende Ventil für Wut). Aber enttäuschend war es für mich immer, wenn aus kurzlebigem Frust nichts Konstruktives gewachsen ist (mit Ausnahme vielleicht um die Mitgliederversammlungen herum).

Statt konstruktiver Diskussionen über eine mögliche lebendige Vereinskultur, Verbesserungen, die von Seiten der Fans (aber auch gerne vom Verein) kommen könnten, sehe ich seit knapp einem Jahr eher, dass die Fans im Netz fast nur noch auf Bilder zu Spielen, von Pyrotechnik, auf Videos oder aus den etablierten Medien zusammenkopierten Nachrichten auf Facebookseiten reagieren. Das ist schade und wird sicher nicht dem gerecht, was die Fanszene gerade in und vor den Oberligajahren im Netz gezeigt hat.

Außerdem ist das Niveau vieler Diskussionen dermaßen flach, dass es schon weh tut. Persönlich habe ich nix gegen einen polemischen Austausch und es wäre sicher auch gelogen, wenn ich jetzt sage, ich hätte nie mal ausgeteilt. Was allerdings auffällt ist, dass kaum noch eine Diskussion über Themen wie Pyrotechnik, Vereinspolitik oder auch Trainer ohne persönliche Unterstellungen oder (naiven) Zuordnungen in ein Pro- oder Contra-Lager auskommt. Statt das Thema zu diskutieren, wird nur noch über persönliche Befindlichkeiten gelabert. Das ist an sich nicht mal ein größeres Problem, wenn anschließend wenigstens Substanzielles käme. Tut es aber selten innerhalb des Netzes – komischerweise eher außerhalb davon.

Meine Zeit ist mir aktuell zu kostbar, um mich diesen neuen Entwicklungen anzupassen. Ich möchte nicht, dass am Ende Legofotos oder Sprüche von der Facebookseite als wichtiger wahrgenommen werden, als der geschriebene Beitrag. Ich möchte nicht nach jedem Beitrag über Pyrotechnik oder Hartmut Ostermann erklären müssen, dass meine Texte meine Meinung wiedergeben – und nicht eine Zugehörigkeit zu einem ominösen Lager.

Deshalb pausiere ich. Die letzte Pause im Blog hat gut drei Jahre gedauert, für diese möchte ich keine Ankündigungen machen. Ihr werdet wieder von mir lesen, wenn ich die Lust am Bloggen wiedergefunden habe. Bis dahin danke ich Stammlesern (allen voran dem Stammleser der ersten Stunde, Markus) und Unterstützern (wie Andreas Schlichter) für viele angenehme Stunden und Diskussionen.

Carsten.

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Steckbrief: FC 08 Homburg

Patrick Schmidt (Foto: Andreas Schlichter)

Patrick Schmidt (Foto: Andreas Schlichter)

Name: FC 08 Homburg
Trainer: Jens Kiefer (40 Jahre)
Stadion: Waldstadion
Kapazität: 16.488 Plätze
In der vierten Liga seit: 2012/2013
Bilanz des FCS gegen die Homburger seit 1966 (ohne Saarlandpokal): 55 Spiele, 24 blau-schwarze Siege, zwölf Erfolge für Grün-Weiß, 19 Punkteteilungen.
Letzte Saison: gab es zum Auftakt in Homburg ein 2:2, das Rückspiel gewann der FCS.
Ehemalige FCS-Spieler bei Homburg: Nils Fischer, Clément Halet, Jan Eichmann, Tim Stegerer, Giovanni Runco, André Dalphin, Jaron Schäfer, Chadli Amri, Patrick Schmidt.
Homburg und Saarbrücken verbindet: Die große Fanfeindschaft im Saarland, seit sich zumindest Neunkircher und Saarbrücker Hooligans und Ultras gegenseitig sympathisch finden und Elversbergs Fanszene seit einem Jahrzehnt in den Kinderschuhen feststeckt.

Auf wen sollte der FCS aufpassen? Patrick Schmidt. Die ehemalige Stürmerhoffnung des FCS tastet sich nach Verletzungspause wieder ran und wird im ersten direkten Aufeinandertreffen mit dem FCS doppelt motiviert sein.
Jens Kiefer zeichnet aus: Dass er in allen vier großen Saar-Vereinen (Neunkirchen, FCS, Elversberg, FCH) als Trainer tätig war.
Die Homburger Schwäche: Für eine ambitionierte Mannschaft wie den FCH ist die Heimbilanz zu schwach: In sieben Spielen gab es nur zwei Siege. Vorteil für den FCS, der auf individuelle Fehler lauern wird.

Eintrittspreis im Gästebereich des Waldstadions (Stehplatz): 8,50 Euro.
Wenn der FC Homburg ein vergessener Schauspieler der 80er wäre: Norbert Grupe.
Homburg hat einiges an Flair verloren: seit die Trikots aussehen, als wären sie mit Kühlwasser aus der Nähe von Cattenom gewaschen worden.
Warum man Homburg-Fan werden könnte: Eine junge Mannschaft mit saarländischem Trainer und regionalen Talenten!
Warum doch nicht: Der Fußball ist damit auch nicht besser als in Saarbrücken.

Veröffentlicht unter 2015/2016, Hinrunde, Regionalliga, Vorbericht | Verschlagwortet mit , ,

Steckbrief: Bahlinger SC

Name: Bahlinger SC
Trainer: Milorad Pilipovic (57 Jahre)
Stadion: Kaiserstuhlstadion
Kapazität: 4000 Plätze
In der vierten Liga seit: 2015/2016
Bilanz des FCS gegen Bahlingen: Null Spiele, null Tore. Immerhin kein Angstgegner für die Götz-Truppe.
Ehemaliger FCS-Spieler bei Bahlingen: Es gibt keinen mehr, da der ehemalige FCS-Kapitän Marc Lerandy, der im vergangenen Jahr Bahlingen zum Aufstieg verhalf, seine Karriere im Sommer beendet hat und nun Trainer des Offenburger FV ist.
Bahlingen am Kaiserstuhl und Saarbrücken verbindet: die Mitgliedschaft in dieser spannenden Regionalliga.

Auf wen sollte der FCS aufpassen? Die Bahlinger Heimstärke. Der Tabellenvorletzte sammelte sechs der bislang acht Punkte zu Hause und ist dort auch für Spitzenmannschaften ein zäher und unbequemer Gegmer.
Milorad Pilipovic zeichnet aus: Dass er bereits von 2007 bis 2010 Bahlingen coachte, nach einer Pause 2014 zurückkehrte, den Abstieg verhinderte und in der letzten Saison den Aufstieg mit seiner Mannschaft feierte.
Die Bahlinger Schwäche: ist der zahmste Sturm der Liga. Die besten Torschützen sind Innenverteidiger Tobias Klein, Flügelspieler Aslan Ulubiev und der defensive Allrounder Dennis Bührer. Stürmer wie Johannes Fiand sind noch torlos.

Eintrittspreis im Gästebereich im Kaiserstuhlstadion (Stehplatz): 8 Euro.
Peinlichster Fanartikel im Bahlinger Fanshop: Ich kann keinen feststellen, da dieser Fanshop ein Gesamtkunstwerk ist. (Nach langer Überlegung tendiere ich entweder zum seit 2011 abgenutzten “Leider-Geil”-Shirt oder zum Hunde-Bandana.)
Warum man BSC-Fan werden könnte: Irgendjemand muss ja das Zeug aus dem Fanshop kaufen.
Warum doch nicht: Der Name des Stadions (Kaiserstuhlstadion) erinnert eher an ein besonders edles WC, als an eine echte “Kampfbahn”. Der Name des Vereinsheims “Ponderosa” (Werbespruch: “Ob in Durlach, Mannheim, Villingen, Nöttingen oder Gmünd, überall kennt man die Ponderosa.”) macht das nicht besser.

Veröffentlicht unter 2015/2016, Hinrunde, Vorbericht | Verschlagwortet mit , , ,

Steckbrief: 1. FC Kaiserslautern II

Spielszene aus der letzten Saison (Foto: Andreas Schlichter)

Spielszene aus der letzten Saison (Foto: Andreas Schlichter)

Name: 1. FC Kaiserslautern
Trainer: Oliver Schäfer (46 Jahre)
Stadion: Fritz-Walter-Stadion
Kapazität: 48.500 Plätze
In der vierten Liga seit: 2007/2008
Bilanz des FCS gegen die “Kleinen Teufel”: 20 Spiele, Acht Siege für Blau-Schwarz, acht Unentschieden, vier Teuffelssiege.
Letzte Saison: gab es zwei Nullnummern.
Angstgegner: Ist der FCK II aufgrund seiner meist defensiven Spielweise gegen den FCS. Der letzte Sieg im Ludwigswark war vor fast 13 Jahren (1:0, Torschütze Thomas Esch)
Ehemaliger FCS-Spieler bei Kaiserslautern: Maurice Deville, Christian Lensch und Yannick Nonnweiler. Auch der Trainer Oliver Schäfer spielte von 2002 bis 2004 in Saarbrücken.
Kaiserslautern II und Saarbrücken verbindet: nicht viel, außer Abneigung und regelmäßige Spielerwechsel.

Auf wen sollte der FCS aufpassen? Mario Pokar. Der Mittelfeldmann ist Kaiserslauterns Kapitän, bester Torschütze und Vorbereiter.
Oliver Schäfer zeichnet aus: Dass er vom Fitnesstrainer des FCK zum Trainer der U23 aufgestiegen ist – “dank” der Entlassung von Kosta Runjaic beim Zweitligisten.
Die Lautrer Schwäche: Die Mannschaft hat eine extrem hohe Rotation. Nur zwei Spiele (Pokal und Schmidt) waren in allen zwölf Partien auf dem Feld. Beim FCS sind das deutlich mehr Spieler (sechs Spieler). Nach dem Trainerwechsel muss sich der FCK II noch einfinden.

Eintrittspreis im Gästebereich bei Spielen des FCK II (Stehplatz): 8 Euro.
Wenn der FCK II ein Familien-Mitglied eines bekannten YouTubers wäre: Eine der Schwestern von Sami Slimani.
Der FCK II hat einiges an Flair gewonnen: Seit mit Oliver Schäfer immerhin ein bekannter Ex-Profi auf der Bank sitzt.
Warum man FCK-II-Fan werden könnte: Man ist enttäuschter FCS-Fan/Nutzer von Ludwigspark.de und will unbedingt die Götz-Truppe verlieren sehen. Außerdem: Es gibt Karlsberg in Kaiserslautern!
Warum doch nicht: Stefan Kuntz. Mehr Gründe braucht es nicht.

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