These: Ist Jacob besser als Schmidt?

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Offener Brief an Gillian Jurcher (Teil 2)

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Lieber Gillian Jurcher,

ob Du meinen ersten Brief gelesen hast, weiß ich nicht, aber wir müssen reden. Wir benötigen Klarheit von Dir:

– Was ist im Baumarkt passiert?
– Wie kannst Du uns Fans wieder vertrauen?
– Wie können wir Dir vertrauen?

Dann solltest Du auch mit Deinen Kollegen und Deinem Trainer reden:

– Was ist zwischen Euch vorgefallen?
– Wie könnt Ihr alle wieder eine Basis schaffen, miteinander zu arbeiten?

Ich sage ganz klar: Dein Berater Mohamed Meziani erhebt schwere Vorwürfe. Wenn das stimmt mit den Fans, muss das aufgeklärt werden. Das geht nur miteinander.

Was aber nicht geht: Dass Dein Berater erstmal alle Vorwürfe in der Presse platziert. Dann noch BILD. Hui, Gillian, willst Du ernsthaft so Deine Probleme lösen? Oder mit allen Mitteln aus dem Vertrag?

Ich glaube Saarbrücken ist besser als Dein Berater Meziani glaubt.
Ich glaube aber auch Du bist aber auch besser als Dein Ruf, der Dir jetzt anhaftet.

Berater verdienen übrigens in der Regel an Deinem Vertrag. Das weißt Du natürlich. Deshalb wirst Du auch wissen, dass woanders nicht nur Du, sondern auch Dein Berater besser verdienen. Saarbrücken ist die erste Station, bei der Du Dich in den Fokus der Zweit- und Drittligisten gespielt hast. Und der Anspruch auf mehr Geld kommt.

Nur: Wenn Du viel Geld verdienen willst in Deiner Karriere, solltest Du Dich echt mal fragen, ob das mit Deinem Berater klappt. Auch andere Vereine werden erfahren, dass Dein Berater für einen Wechsel auch mal einen Verein über die Zeitung komplett in ein schlechtes Licht rückt. Ich würde mit solchen Beratern als Verein ungern zu tun haben und dann auf die Dienste des Spielers eher verzichten.

Ob Dich Dein Berater mehr schützt oder Dir damit eher schadet, musst Du selbst wissen.

Gillian, rede Klartext. Auch wenn es unschön ist. Wir können damit umgehen.

Rede mit den Leuten und lass nicht andere über uns reden.

Das Angebot steht!

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Ein Offener Brief an Gillian Jurcher

gili9717

Lieber Gillian Jurcher,

ich will Dich nicht aufgeben für den 1. FC Saarbrücken. Das klingt absurd, denn auch ich habe die Pressekonferenz vor dem Endspiel morgen gesehen, habe die Worte von Deinem Trainer gehört und könnte irgendwie gut verstehen, wenn Dir jetzt einfach danach ist:

Sachen in den Koffer werfen und einfach weg.

Die Situationen kennt jeder und manchmal hat man einfach kein Bock mehr auf „Tschüß“, obwohl man das ja normal in Deiner Heimatstadt Hamburg sagt.
Lieber Gillian, Du hast in dieser Saison einen geilen Fußball gespielt und wenn es Fans gibt, die jetzt rufen „Soll er doch abhauen! Reisende soll man nicht aufhalten“, dann ist da auch vermutlich viel verletzte Liebe dabei. Auch die wissen, dass in vielen Spielen, in denen Deine Nebenleute vielleicht nicht ihre besten Ideen am Start hatten, einfach mal gerannt bist. Einfach mal den Ball am Fuß und im Tor unterbringen.

So einfach wie schön. So wie Fußball sein soll.

Vielleicht ist das, was zwischen dem Trainer und Dir oder anderen und Dir auch irgendwie verletzter Stolz. Verletzungen fühlen sich immer Scheiße an. Und gerade in einem der tollsten Berufe der Welt, also Deinem, passt das nicht. Ich weiß es nicht und es geht mich eigentlich auch nix an. Trotzdem bitte ich Dich als Fan einfach mal:

Steh drüber. Sei stark. Lass Dich fordern, aber nicht provozieren.

Wir Fans haben viele Fußballer kommen und gehen sehen. Vor allem gehen. Und manch einer hätte eine große Karriere machen können, ist aber am Ende an sich selbst gescheitert. Weil er sich selbst mal falsch eingeschätzt hat oder auch er andere falsch eingeschätzt hat.

Ich will nicht, dass Du einer von denen wirst. Ich weiß zwar, dass Du irgendwann gehen wirst. Leider vielleicht schon bei einem entsprechenden Angebot in diesem Sommer. Aber Dein Vertrag geht bis 2020 und wenn Du bleibst, möchte ich den Gillian sehen, der in dieser Saison fantastisch aufgetreten ist. Stark, unbekümmert, leicht. Der ein Teamplayer ist, ein Profi auf dem Platz und der mit 22 Jahren auch noch mal anerkennt, wo sein Platz ist.

Mach es bitte nicht Deinem Verein schwer.
Mach es bitte nicht Deinen Mitspielern schwer.
Und auch, wenn’s schwer fällt:
Mach es nicht Deinem Trainer schwerer als es sein muss.

Mach es nur Deinen Gegnern auf dem Platz schwer.

Ich hoffe, wir haben noch nicht alles von Dir gesehen. Und ich hoffe, dass wir Dich noch in Blau-Schwarz sehen und gemeinsam Deine Tore bejubeln.

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Merci Alexandre Mendy

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Cher Alexandre Mendy,

la fin de la saison 2018-2019 marquera aussi la fin de ton engagement au FC Sarrebruck. Pendant presque 5 ans tu nous a régalé avec plus que 120 matches et beaucoup des beaux moments. On est très fier que tu as porté notre maillot bleu et noir et on espère que la ville de Sarrebruck et les supporteurs sarrebruckois resteront toujours dans ton cœur !

Merci Alex !

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Kommentar: Die Mediendebatte lenkt ab.

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Dieser Kommentar erschien zuerst auf Facebook.

Gerade scheint es für viele Fans des 1. FC Saarbrücken nur noch ein Thema zu geben: Der Artikel von Dominique Rossi im Magazin Forum, das zur Unternehmensgruppe des Hauptsponsors gehört, über die Zukunft von Dirk Lottner. Aber es gibt ein größeres Thema, dem sich eben diese Fans verweigern:

Die Frage, ob der 1. FC Saarbrücken in eine vierte Saison mit Dirk Lottner als Trainer gehen sollte.

Im Fußball zählt Erfolg mehr als Sympathie

Lottners Befürworter weisen oft auf den Fakt, dass der Kölner einen bis Sommer 2020 gültigen Vertrag besitzt. Aber dass das nichts heißt, hat zuletzt der FC St. Pauli bewiesen, der innerhalb der laufenden Spielzeit erst im November den Vertrag mit Markus Kaucszinski verlängerte, um den Trainer dann im April zu beurlauben.

Das Geschäft Fußball funktioniert nach anderen Regeln als unsere Fanleidenschaft: Statt Treue zählt Erfolg. Übrigens legen diesen Maßstab viele Fans gerade bei Trainern an, die weniger große Sympathien besaßen. Also zum Beispiel Fuat Kilic, der auch nur knapp die 3. Liga verpasste, aber dessen Abgang kaum jemand betrauerte.

Fragezeichen hinter der aktuellen Saison

Lottners Bilanz liest sich oberflächlich stark: Dritte in der Umbruchsaison, unangefochtener Meister, nur knapp gescheitert in der Relegation. Aber der Knackpunkt ist die Saison 2018/2019. Saarbrücken musste zwar die Topstürmer ziehen lassen, hatte aber sonst eine eingespielte Stammmannschaft, Lottner und Sportdirektor Marcus Mann konnten finanziell mindestens mit Mannheim konkurrieren und starteten ohne Punktabzug.

Mannheim enteilte uns, weil Lottners Vorbereitung das Team unzureichend auf die Saison einstellte, weil auch gegen kleine Gegner zu oft spielerisch wenig Kreatives gezeigt wurde. Dieser Kritik muss sich Lottner stellen.

Lottners Anhänger helfen dem Trainer nicht

Dass seine Anhänger das anscheinend nicht möchten, deutet eher darauf hin, dass auch sie sich keine guten Antworten von Lottner mehr erhoffen. Denn eigentlich müsste der Kölner jetzt die Herausforderung annehmen und der sportlichen Leitung noch mal darlegen, warum er der Richtige ist. Mit guter Leistung überzeugen. Aber dass selbst seine Anhänger ihm das wohl nicht zutrauen wollen und den Trainer lieber in einen Nebenschauplatz hinein ziehen, bestätigt eher die Kritiker Lottners.

Viele Fans verhalten sich so, als läge ihnen der Trainer mehr am Herzen als der Verein. Aber selbst zu Zeiten von Dieter Ferner galt immer schon: Kein Trainer ist so groß wie der Verein.

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Beim Schreiben zuhören 10

Es gibt viel zu bereden! Der FCSBlogger hat seinen Heimatbesuch genutzt, um sich die Vorstellung des 1. FC Saarbrücken in Worms und gegen Homburg anzuschauen. Vom Auftritt in Elversberg (am TV verfolgt), war er weniger begeistert. Außerdem in dieser Folge: Ein Rückblick auf die Lesung vor dem Saarderby und ein Ausblick auf die Zukunft von Trainer Dirk Lottner.

https://anchor.fm/carsten-pilger/episodes/Derbyniederlage-und–Sieg-und-Lottner-sowieso-e3nqrm

Wer Spotify nutzt, kann den Podcast dort auch direkt abonnieren:

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Ehrensache Derbysieger

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Ein Sieg im Derby gegen den FC 08 Homburg, das ist auch dann Ehrensache, wenn der weitere Verlauf der Saison kaum mehr einen Ligenwechsel nach oben entspricht. Dieses Versprechen bewahrheitete der 1. FC Saarbrücken am 28. Spieltag der laufenden Saison und versöhnte damit die Fans mit einer Woche, in der die Diskussionen abseits des Rasens florierten.

Eine unendliche Trainerdebatte

Auch mehr als ein halbes Jahrzehnt nach dem letzten Spiel von Jürgen Luginger in blau-schwarz erinnert die anhaltende Diskussion um die Frage, ob Dirk Lottner noch der richtige sei, eben an jenen aktuellen Homburger Trainer. Eisenharte Verfechter des Jürgens sagen noch heute: Der Trainer wurde nach 1162 Tagen im Amt deutlich zu früh entlassen. 1010 Tage Dirk Lottner in Saarbrücken verleiten eben jene Fans zur Aussage: Eine Trennung im Sommer komme in jedem Fall zu früh und ohne Not. Dem halten Kritiker entgegen: Lottner hat in drei Anläufen das Ziel Aufstieg verfehlt.

Über den Wolken

Das Nicht-Thema (denn die sportliche Leitung betonte inzwischen mehrfach, sich im Sommer mit der Frage des kommenden Aufstiegsversuchs auseinander zu setzen) stellte während der Woche nicht die einzige Kontroverse dar. Wie die Saarbrücker Zeitung berichtete, kam eine Polizeidrohne zur Überwachung zum Einsatz. Den PR-Stunt der saarländischen Polizei verfolgte Innenminister und Geburtstag-beim-LSVS-Feierer Klaus Bouillon im Stadion. Statt großer Gewaltexzesse erlebte er eine Plakatparade der Saarbrücker Fans in seine Richtung.

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Kritik an der Polizei aus dem Fanblock

Sanftes Derby

Wirklich auf Krawall gebürstet schienen im Stadion beide Fanblocks aber nicht zu sein. In der Lautstärke waren die Gäste aus dem Ostsaarland durchaus zu Beginn noch in einzelnen Momenten der Heimseite gewachsen, aber enttäuschten bereits da schon in der Zahl der Auswärtsfahrer. Auch auf der Heimseite schien das Derby emotional kaum noch zu bewegen, verzichtete man doch auf viele Spruchbänder in Richtung Homburg und beschränkte sich auf die alten Gesänge. Insgesamt sind 3.246 zahlende Zuschauer auch nur als Enttäuschung zu bezeichnen. Die Fußballbegeisterung der Saarländer scheint sich darauf zu beschränken, zu Hause mit Chips beim Sky-Abo zu sitzen.

Offener Schlagabtausch in Halbzeit eins

Was auf den Rängen an Emotionen fehlte, brachte Jürgen Lugingers Co-Trainer Joti Stamatopoulos rein, der in den ersten Minuten die lauteste Person im Stadion war. Die Stimmbänder schonte dann aber Gillian Jurcher, der nach einer ungezielten Abwehr von Ex-FCS-Torwart und Nun-Homburger David Salfeld ins leere Tor traf. Jurcher und Sebastian Jacob wirbelten als Sturm-Duo vorne durchaus sehenswert herum und setzten Homburg unter Druck. Jacob erhöhte nach einer Ecke von Martin Dausch per Kopf auf 2:0. In der Folge wackelte dann aber der FCS. Homburg setzte die Blau-Schwarzen gut unter Druck und kreierte die eindeutigeren Torchancen – ohne diese zu nutzen. Dausch und José-Pierre Vunguidica, die im Offensiven einen guten Tag erwischten, wirkten in der Rückwärtsbewegung unsicher – kein Wunder ob der ungewohnten Formation. Ältere werden sich daran erinnern, dass Linksverteidiger Vunguidica mal als Stürmer verpflichtet wurde.

Blau-schwarze Machtdemonstration in Halbzeit zwei

Die zweiten 45 Minuten kontrollierte hingegen wieder ein souveräner FCS, der sich inzwischen auf Homburg besser eingestellt hatte. Nur noch der FCS fand offensiv statt Die beste Chance hatte nach einer Stunde Tobias Jänicke, die nach einem Konter freigespielt wurde und vor Salfeld die Chance zu seinem Treffer hatte – der Ball flog knapp über die Latte. Dafür tankte ein anderer Stürmer Selbstvertrauen: Fabian Eisele, noch als Nachverpflichtung in der Hinrunde als kommender Behrens gefeiert, aber zuletzt auf das Abstellgleis geraten ist. Eine Viertelstunde vor Schluss nickte er einen Freistoß von Marco Kehl-Gomez ein.  Ein vierter Treffer wäre Markus Mendler fast vergönnt gewesen, aber eine Abseitsposition verhinderte dies.

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Siegercola für den Trainer bei der anschließenden PK.

Eine Mannschaft mit vielen Gesichtern

Der 1. FC Saarbrücken ist 2018/2019 eine Mannschaft mit vielen Gesichtern. In Worms eines mit Fußball zum abgewöhnen, der sich der Feierabendmentalität der Liga angepasst hat. Nun im Saarderby zeigten die Spieler die geforderte Konzentration und Kaltschnäuzigkeit, vor allem bei Standardsituationen. Die aber eben im Laufe der Saison gerade gegen „kleinere“ Gegner fehlte. Auf der Pressekonferenz reagierte Trainer Lottner auch durchaus etwas angefasst auf die eher harmlose Frage, wie die Spieler in der letzten Kabinenansprache auf das Derby eingeschworen wurden. Er habe auch hinzu gelernt, meinte Lottner: „Was in der Kabine ist, bleibt in der Kabine.“

Soll es einen vierten Anlauf mit dem sympathischen Kölner auf die 3. Liga geben, muss aber auch er im Austausch mit Sportdirektor Marcus Mann und dem Präsidium im Sommer unter Beweis stellen, dass er gelernt hat. Es dürfen nicht erneut wertvolle Spiele zu Saisonbeginn dadurch verloren werden, dass Spieler und System nicht zusammen passen oder dass auch vermeintlich schwächere Gegner das Spiel des FCS so einfach lesen können, wie etwa Worms vergangene Woche. Dabei können Fans im Internet oder einzelne Journalisten noch so sehr einen Glaubenskrieg über die Trainerfrage führen – die Entscheidung treffen im Sommer andere. Und das auf Basis von Fakten, nicht Sympathien.

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Kommentar zum Funktionärswesen

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In den letzten Tagen sind erst der Präsident des Saarländischer Fußballverbands, dann gestern der Präsident des DFB zurück getreten. Franz-Josef Schumann begründete im Abschiedsschreiben:

„Ich habe immer – bei allem Ärger, der auch schon mal damit verbunden ist – meine Ehrenämter mit sehr viel Freude ausgeübt. Da ich diese Freude und notwendige Spannung auch aufgrund der Berichterstattung in den Medien nicht mehr verspüre, habe ich mich nach reiflicher Überlegung und Beratung dazu entschieden, keine Funktion im Sportbereich mehr ausüben zu wollen.“ (Schumann)

Wohlgemerkt, Franz-Josef Schumann war auch wegen Vorteilsgewährung verurteilt worden (was er auch im Abschiedsschreiben erwähnt). Aus dem Schreiben kommt kein Wort des Bedauerns darüber, dass die Entscheidungen, die von ihm getroffen wurden, an sich fragwürdig waren. Es ist nur davon die Rede, dass die Berichterstattung ihm die Freude genommen habe.

Das Ganze ist auch Teil der LSVS-Affäre. Wie viele wissen wurde der ehemalige FCS-Vize und spätere LSVS-Präsident Klaus Meiser wegen Schwerer Untreue und Vorteilsgewährung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Auch hier ging es darum, dass Gelder des Sports in teure, angebliche „Geschäftsessen“ oder das Konto der Lebensgefährtin von Meiser wanderten.

Reinhard Grindel hingegen tritt zurück, weil er den Wert einer von einem ukrainischen Oligarchen geschenkten Uhr erst am Wochenende erfahren haben will:

„Ich entschuldige mich dafür, dass ich durch mein wenig vorbildliches Handeln in Zusammenhang mit der Annahme einer Uhr Vorurteile gegenüber haupt- oder ehrenamtlich Tätigen im Fußball bestätigt habe.“ (Grindel)

Kein Wort des Bedauerns darüber, dass er 78.000 Euro Aufwandsentschädigung erhielt „für seine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der öffentlich so gut wie unbekannten DFB-Medien Verwaltungs-Gesellschaft“ (Spiegel Online). Für zwei Sitzungen im Jahr. Oder Bedauern für völlig überteuerte Präsidiumssitzungen in Brasilien 2014 (Preis angeblich: 287.304,35 Euro). Oder dass er, der ehemalige Journalist des ZDF (als Beamter könnte er jederzeit dorthin zurückkehren), der Deutschen Welle aus dem Interview gelaufen ist.

Rechtlich ist Grindel bislang nichts vorzuwerfen und auch das Fehlverhalten im Zusammenhang des LSVS-Skandals wurde bereits sanktioniert.

Diese Männer sind aber nicht zurück getreten, weil ihnen klar wurde, wie wenig vorbildhaft ihr Verhalten ist. Sondern weil ihnen der öffentliche Druck zu viel wurde.

Ich persönlich glaube nicht, dass beide Verbände die richtigen Konsequenzen aus den Rücktritten ziehen. Wenn einzelne Leute gehen, feiert das Volk kurzzeitig. Nach dem Motto: Der König ist tot, es lebe der König.

Tatsächlich gibt es aber nicht ein paar faule Äpfel im Funktionärswesen. Es ist das Funktionärswesen selbst, was das Problem darstellt. Das sieht man schon daran, dass im Falle Grindel wohl ein Interesse von Leuten im DFB bestand, den Präsidenten mittels gezielt veröffentlichter Infos zu stürzen.

Es ist ein Problem, dass der Fußball ein Millionengeschäft geworden ist, aber die Funktionäre weiter nach alten Regeln spielen wollen: Hinterzimmer, in denen kaum Transparenz herrscht, rauschende Feiern, während im Amateurfußball vielerorts die Vereine in die Insolvenz steuern.

Es braucht nicht nur eine grundsätzliche Reform des Verbandswesens. Sondern auch endlich externen Druck auf die Verbände. Meiner Meinung nach kann ein erster Schritt nur darin bestehen, die Gemeinnützigkeit des DFB zu hinterfragen und gegebenenfalls zu beenden. Oder den DFB in einen Profibereich und einen gemeinnützigen Bereich aufzuteilen. Auch beim LSVS muss die Frage gestellt werden, wie der Verband zu seiner ursprünglichen Aufgabe zurück kehrt.

Es kann nicht sein, dass Funktionäre sich nur als Opfer verstehen, weil öffentlich wird, was sie tun. Ein Ehrenamt sollte nicht ein Geldhahn sein, der immer sprudelt. Und der DFB ein Verband, der seine schwächsten Mitglieder fördert und nicht die Konten der Funktionäre oder Top-Spieler füttert.

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Video: Auswärtsfahrt nach Worms

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Beim Schreiben Zuhören 9

Die Winterpause ist vorbei! In Folge 9 gibt es einen Rückblick auf die Spiele in Stadtallendorf und gegen Steinbach und einen Ausblick auf den Showdown um den Aufstieg.

https://anchor.fm/carsten-pilger/embed/episodes/Baustopp-abgewendet–Aufstieg-noch-drin-e3bp72/a-ab5kmf

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