EIL: Horst Hinschberger will FIFA-Präsident werden

Horst Hinschberger hat ein Händchen für Ämter. Foto: Andreas Schlichter

Horst Hinschberger hat ein Händchen für Ämter. Foto: Andreas Schlichter

Von Dralfred Exler (FCSBlog-Verbandsexperte)

Paukenschlag im Weltfußball! Nach dem überraschenden Rücktritt von Sepp Blatter nach 17 Jahren an der Spitze der FIFA beginnt innerhalb der Fußballverbände die Suche nach einem Nachfolger. Dieser könnte aus dem Saarland kommen: Der ehemalige Präsident des 1. FC Saarbrücken und jetzige Aufsichtsrat Horst Hinschberger hat seine Kandidatur für das höchste Amt im Fußball angekündigt.

Blatter geht von Bord

Sepp Blatter war erst am vergangenen Freitag für eine weitere Amtsperiode als FIFA-Präsident bestätigt worden. Doch zahlreiche Festnahmen im Zuge einer Korruptionsaffäre haben den Druck auf den Schweizer erhöht. Blatter kündigte zu seinem Abschied weitreichende Reformen an: „Ich habe stark für die Veränderungen gekämpft, aber ich kann das nicht alleine tun. Es braucht neuen Wind für diese Maßnahmen.“

Von Bayernklage und Betzdorf bis nach Braunschweig und Bremen II

Kaum waren die ersten Agenturmeldungen über Blatters Rücktritt verbreitet, erreichte schon ein Anruf des bekanntesten Schirmmützenträgers im Saarland die Redaktion des FCSBlogs: „Verrate das noch net, awwa ich kandidiere selbschd“, teilte Horst Hinschberger mit. Der Händler von Kampfsport-Artikeln und ehemalige FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag hat Erfahrung im Sanieren maroder Institutionen. Unter seiner Präsidentschaft (2007 bis 2010) stieg der 1. FC Saarbrücken von der fünftklassigen Oberliga bis in die Dritte Liga auf. Im Oktober 2010 legte er unter Tränen sein Amt nieder – bis heute weiß keiner mehr so recht warum.

Kritiker bemängeln, dass Hinschberger weder den von ihm angekündigten Stadionumbau („Im Sommer rollen die Bagger!“), noch das vierstöckige Bürogebäude im FC-Sportfeld realisiert habe und sich auch mit einer Klage gegen den FC Bayern München verzockt habe. Seine Befürworter verweisen darauf, dass andere es auch nicht besser gemacht haben und das Fanradio sogar dank Hinschberger aus Bad Breisig gesendet habe.

Liebe kennt eine FIFA

Hinschberger will seine Kandidatur auf drei Säulen (TV-Anstalten, Fans, Hartmut Ostermann) bauen und kündigt umfassende Crowdfunding-Maßnahmen an, um der FIFA wieder eine positive Außendarstellung zu geben. Unter dem Motto „Liebe kennt eine FIFA“ sollen in den Mitgliedsverbänden Kappen und T-Shirts verteilt werden, die eine positive Botschaft des Weltfußballs formulieren. „Wir brauchen halt wieder ein bisschen Fortüne“, sagte Hinschberger. Gerüchten zu Folge, will er in einem Eilantrag eine Verlegung der Weltmeisterschaft 2022 ins Saarland beantragen: „So vill kleiner isses hier doch auch nicht!“

(Disclaimer für Menschen mit geringem Sinn für Humor und Mitarbeiter von regionalen Boulevardblättern: Dieser Beitrag ist eine satirische Glosse.)

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