1. FC Slapstick

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Die Saarbrücker Zeitung, die am morgigen 15. Juni druckfrisch in Kiosken und Bäckereien ausliegt, hält in seinem Artikel über den 1. FC Saarbrücken ein besonderes Schmankerl bereit, das keinem Leser dieses Blogs vorenthalten bleiben sollte. Achtung, fertig, angeschnallt:

Die Vorbereitungen laufen auch für die Mitgliederversammlung des FCS, die am 29. Juni in der Saarbrücker Congresshalle stattfinden soll. Eine offizielle Tagesordnung ist noch nicht veröffentlicht – so ist auch völlig offen, ob und welche Ämter neu zu besetzen sind. „Ich hatte seit 14 Tagen keinen Kontakt mehr zu meinen Kollegen“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Arnold: „Mir ist bislang aber nicht bekannt, dass jemand aus diesem Gremium zurücktreten möchte.“ Dennoch sollen sich verschiedene Vereinsmitglieder bereits für Aufsichtsratsposten beworben haben. Einer davon ist der frühere Fanbeauftrage Meiko Palm. „Sollte es eine Neuwahl geben, stehe ich zur Verfügung. Ich möchte, dass die Mitglieder wieder ernst genommen und mit ihren Anliegen wertgeschätzt werden“, sagt Palm. Nun liegt es am Ehrenrat, die Bewerber zuzulassen – für eine Wahl, die vielleicht gar nicht stattfindet.

Noch einmal ganz langsam: Im März kündigt Präsident Hartmut Ostermann nach einer desaströsen außerordentlichen Mitgliederversammlung (von den Fans einberufen) an, dass es im Juni eine weitere außerordentliche Mitgliederversammlung geben werde, auf der ein neuer Aufsichtsrat gewählt würde. Am 1. April wolle er dieses Vorgehen mit dem Aufsichtsrat abstimmen. Nun sind es noch zwei Wochen bis zu besagter Versammlung, aber es gibt anscheinend keinen Aufsichtsrat der sein Amt abgeben möchte. Zumindest kennt Michael Arnold keinen, obwohl er Chef des Aufsichtsrats ist und Hartmut Ostermann laut eigener Ankündigung über genau diese Frage mit dem Gremium reden wollte. Ohne Rücktritte gibt es keine Neuwahlen, da alle Räte bis 2016 gewählt sind.

Wenn der FCS Humor hat, verleiht er für so viel Verwirrung und Bürokratie Franz Kafka posthum die Ehrenmitgliedschaft. Das würde es den Mitgliedern erleichtern, so viel öffentliche Blöße zu ertragen.

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