Homburg-Survival-Guide 2014

Wappen_400Nützliche Tipps zum Überleben! Das FCSBlog 2.0 erleichtert den Fans des 1. FC Saarbrücken die Regionalliga-Tour und bietet zu ausgewählten Spielen in der Saison 2014-2015 einen Überlebensratgeber an. Alle Angaben ohne Gewähr!

Homburg: mag sich manchmal mit dem Zusatz “Saar” schmücken und auch Teil des Saarprotektorats nach Ende des Zweiten Weltkriegs gewesen sein. Lassen Sie sich nicht davon täuschen, dass Homburg als Hauptstadt des Saar-Pfalz-Kreises so viel mit dem restlichen Saarland zu tun hat, wie Milan Sasic mit Handball.

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Bei der Geburt getrennt II

It’s so gudd

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(Foto: VfL Bochum)

(Foto: Andreas Schlichter/1. FC Saarbrücken)

(Foto: Andreas Schlichter/1. FC Saarbrücken)

 

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Der FCS vor dem großen Spiel

Blaues Auge nach dem letzten Test

Blaues Auge nach dem letzten Test

Die Uhr tickt für den 1. FC Saarbrücken, denn am Abend des 1. August wird spätestens um 21.00 Uhr zwar nicht die erste Zwischenbilanz gezogen, aber es wird zumindest in Ansätzen zu sehen sein, wohin die Reise geht. Der 3:2-Testsieg gegen Wattenscheid war dabei als Generalprobe gut geeignet, noch einmal einige Schwächen und Stärken Revue passieren zu lassen. Doch auch am Rande des Spiels zeichnete sich ab, was die kommenden Wochen bedeuten können. Weiterlesen

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FCS-Trainer mit Vereinszugehörigkeit seit 1982

Uwe Klimaschefski (Foto: unbekannt)

Uwe Klimaschefski (Foto: unbekannt)

Eines der verbreiteten Vorurteile über den 1. FC Saarbrücken ist sicher die Annahme, dass es ehemalige Spieler von Rivalen auf dem Trainerstuhl schwieriger hätten. Und dass ein unsichtbarer Amtsbonus für Vereinsidole und “waschechte Saarbrigger” existiere. Anbei eine Liste aller Trainer seit 1982, als Uwe Klimaschefski den Verein übernahm. Ein ehemaliger Spieler des 1. FC Kaiserslautern, der zu diesem Zeitpunkt bereits ehemaliger Trainer des FC 08 Homburg war. Trainer, die während ihrer aktiven Zeit als Spieler die Schuhe für den FCS schnürten, sind blau unterlegt, analog dazu ehemalige Rote Teufel und Homburger in ihren Vereinsfarben:

Fuat Kilic   (11.02.2014 bis heute)
Milan Sasic   (13.09.2013 bis 09.02.2014)
Bernd Eichmann   (05.09.2013  bis 15.09.2013)
Jürgen Luginger   (01.07.2010 bis 05.09.2013)
Dieter Ferner    (03.06.2008 bis 30.06.2010)
Alfred Kaminski    (10.01.2008 bis 30.06.2008)
Michael Krüger    (13.06.2007  bis 10.01.2008)
Didier Philippe    (30.10.2006 bis 03.06.2007)
Michael Henke    (15.06.2006 bis 30.10.2006)
Rudi Bommer    (31.08.2005 bis 03.05.2006)
Fritz Fuchs    (23.08.2005 bis 31.08.2005)
Horst Ehrmantraut    (24.04.2004 bis 23.08.2005)
Eugen Hach    (10.11.2003 bis 24.04.2004)
Stanislav Levy    (05.11.2003 bis 09.11.2003)
Horst Ehrmantraut    (01.07.2002 bis 05.11.2003)
Thomas Dooley  (18.01.2002 bis 30.06.2002)
Heribert Weber    (24.08.2001 bis 16.03.2002)
Thomas von Heesen    (05.12.2000 bis 21.08.2001)
Werner Melzer    (29.11.2000 bis 05.12.2000)
Klaus Toppmöller    (01.07.1999 bis 29.11.2000)
Gerd Warken    (06.05.1999 bis 30.06.1999)
Ulrich Sude    (15.09.1998 bis 05.05.1999)
Dirk Karkuth   (01.07.1997 bis 15.09.1998)
Klaus Scheer    (05.03.1995 bis 30.06.1997)
Reiner Hollmann    (01.07.1994  bis 04.03.1995)
Gerd Warken    (17.04.1994 bis 30.06.1994)
Rüdiger Abramczik    (04.11.1993 bis 15.04.1994)
Fritz Fuchs    (01.07.1993 bis 03.11.1993)
Peter Neururer    (01.07.1991 bis 30.06.1993)
Dieter Ferner    (22.04.1991 bis 30.06.1991)
Klaus Schlappner    (13.10.1988 bis 21.04.1991)
Werner Fuchs    (01.07.1987 bis 12.10.1988)
Walter Müller und Wolfgang Seel   (11.05.1987 bis 30.06.1987)
Otto Luttrop    (01.07.1986 bis 10.05.1987)
Uwe Klimaschefski    (01.07.1983 bis 11.04.1986)

Was auffällt: Nur die wenigsten Trainer waren ehemalige FCS-Spieler. Und von diesen ist vielleicht Dieter Ferner der einzige Vertreter, dem der Bonus in der Amtszeit genutzt hat. Eugen Hach wurde hingegen als großes FCS-Idol noch während der Saison 2003/2004 durch seinen Vorgänger Horst Ehrmantraut ersetzt – ein Homburger. Auch Jürgen Luginger war weniger von seinem Status als Ex-Saarbrücker geschützt, denn als Nachfolger von Ferner unter dem Druck einer hohen Erfolgserwartung.

Ob vielleicht die Beispiele Michael Henke, der als ehemaliger FCK-Trainer direkt zum FCS wechselte, und Uli Sude, im Rahmen der Kooperation zwischen Homburg und FCS gekommen, die These anbieten, dass es eher um die Karriere als Trainer, denn als Spieler geht? Auch das ist schwer haltbar, schaut man sich etwa Klimaschefski an, der munter zwischen Saarbrücken und Homburg sprang als Trainer und bei beiden heute nicht als unbeliebt gelten kann. Milan Sasics Stand bei den Fans leitet sich auch weniger aus seinem vorherigen FCK-Engagement, als aus seiner Herrschaft beim FCS ab. Und Thomas von Heesen, mindestens so unbeliebt wie Klaus Toppmöller, hatte in seiner Karriere nichts mit den umliegenden Rivalen zu tun.

Alles in allem verabschiedet sich hier ein weiterer Mythos über das oft gescholtene FCS-Publikum. Ehemalige Homburger oder Lautrer haben schwer als Trainer des 1. FC Saarbrücken – aber nur, weil es der Trainer des FCS in jeder Situation schwer hat. Außer er heißt Dieter Ferner. Und selbst das bedeutet nicht auf ewig Schutz.

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Rezension: “Kleines Land, großer Fußball”

Der Katalog zur Ausstellung

Der Katalog zur Ausstellung

Stefan Kuntz mit Schnäuzer, lockiger Eighties-Mähne, obwohl wir schon 1991 haben, und das OKI-Trikot des 1. FC Kaiserslautern. Eine Schale wird in die Höhe gestreckt. Ein Sinnbild für den Saarfußball: Immer etwas der Mode hinterher, manchmal doch erfolgreich, aber eben nicht mehr in saarländischen Vereinen. Unter dem Titel “Kleines Land, großer Fußball – Das Saarland in der Bundesliga” hat der Verein “Ellenfeld” eine Ausstellung nach Neunkirchen und Berlin gebracht. Wer die Ausstellung verpasst hat, kann sich nun zumindest per Ausstellungskatalog informieren. Selbst für profunde Kenner des Saarfußballs lohnt es sich, diese 4,90 Euro zu investieren.

Eine kleine Geschichte des Saarfußballs

64 Seiten mögen vielleicht als zu kompakt erscheinen, um die ganze Geschichte des Saarfußballs zu erzählen. Spötter mögen außerdem sagen, dass auch weniger gereicht hätten. Tatsächlich gelingt es den Herausgebern aber, das “Büchlein” prall zu füllen. Erst wird die Fußballhistorie vor Gründung der Bundesliga skizziert – unterteilt in die Abschnitte von 1920 bis 1945, 1947 bis 1956 (die wohl erfolgreichste Zeit im Saarfußball) und danach die letzten Jahre vor Gründung der Bundesliga. Danach bekommt jeder Saarverein, der es in die Bundesliga schaffte, seinen Platz: Borussia Neunkirchen, der 1. FC Saarbrücken und der FC 08 Homburg. Die Ehre bekommen zusätzlich die drei ehrwürdigen Spielstätten dieser Vereine: Das Ellenfeld, der Ludwigspark und das Waldstadion.

Saarländer in der Bundesliga

Die akribische Arbeit von Jens Kelm und Tobias Fuchs zeigt sich besonders im Schlussteil “Saarländer in der Bundesliga”. Alle Saarländer, die es bislang (Stand nach Saison 2013/2014) in die höchste deutsche Spielklasse gepackt haben, werden genannt und ihrem Heimatverein zugeordnet. Auch Schiedsrichter, Funktionäre und Trainer (von denen es allerdings bisher mit Wolfgang Seel und Horst Ehrmantraut nur zwei gab) werden geehrt. Nur der in Altenwald geborene Rudi Assauer wird ausgespart – eine weitsichtige Entscheidung der Autoren, da sich der ehemalige Schalker Manager selbst nicht als Saarländer sieht.

Kleiner Band, großer Fußball

Kaum ein anderes Werk hat derzeit das zu bieten, was dieser kleine Ausstellungskatalog vermag: Er bietet das Grundwissen um die großen Tage des Saarfußballs und noch die Art von zusätzlichem Spezialwissen, mit dem sich im Stadion oder in der Kneipe stundenlang Gespräche füllen ließen. Aufgrund des handlichen Formats des Katalogs lässt sich dieser auch sehr gut an diese Orte mitnehmen. Nicht zu vergessen ist auch die Vielzahl an historischen Aufnahmen, die gerade in der Bundesliga oft vom kürzlich verstorbenen Ferdi Hartung stammen (siehe auch Interview mit Tobias Fuchs über Hartung) und das, was oft aufgrund des geringen Platzes nicht in Worte zu fassen ist, in Bildern ausdrückt. Die große Zahl an Fotografien in schwarz-weiß ist dabei nicht den Herausgebern anzukreiden, sondern einfach der Tatsache geschuldet, dass der Saarfußball seine große Zeit in jenen Jahren hatte, als auch die Sportfotografie eher selten Farbe trug.

Informationen zum Buch

Fuchs, Tobias/Kelm, Jens [Hrsg.]: Kleines Land, großer Fußball – Das Saarland in der Bundesliga

Edition Ellenfeld, 2014
ISBN 978-3-9816672-0-2
4,90 Euro
Erhältlich hier: Ellenfeld-Verein.

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5 Thesen für 2014/2015

IFKeine langen Essays, keine Sonntagsreden oder moralisierende Belehrungen. Sondern fünf Thesen. Simpel, zum Ausdrucken und im Kopf behalten. Für einen 1. FC Saarbrücken, für den ich mich nicht schämen muss, wenn ich ab September im Ausland nach meinem Lieblingsverein gefragt werde.

1. Jede Auseinandersetzung zwischen zwei Vereinsmitgliedern, die nicht auf Sachebene verläuft, sondern persönlich wird, schadet dem Verein.

2. “Das ist dem sportlichen Erfolg unterzuordnen!” ist die dümmste Floskel aller Zeiten. Auch der größte sportliche Erfolg macht von alleine keinen gesunden Verein.

3. Fehler muss man verzeihen können. Fehler permanent zu verzeihen, statt an ihrer Vermeidung zu arbeiten, ist ein Ausdruck von Faulheit. Wer Fehler aufgrund bestehender Loyalitäten bewusst übersieht, tritt dem Verein in den Arsch.

4. Herr Ostermann, nur weil Sie Präsident und Hauptsponsor sind, heißt das noch lange nicht, dass Sie sich den Verein nicht mit jedermann teilen müssen. Ganz im Gegenteil. Erkennen Sie das an und verhalten Sie sich endlich wie ein Präsident.

5. Wer mit “der Gegenseite” nicht mehr reden will, weil er Argumente für falsch, uninformiert oder einfach dumm hält, hat Schiss, weil seine Argumente keiner Auseinandersetzung standhalten.

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Bitte mehr Selbstironie!

Brtp8IsIgAANW_VAch, Twitter und Deine “Gates”. Nun also das #gauchogate, nachdem unter anderem die FAZ es gewagt hatte, den Deutschen Spielern bei ihrer Siegesfeier am Brandenburger Tor den “Gaucho-Tanz” schlecht zu machen. Der Shitstorm ging los, das #gauchogate und die Diskussion über nationale Identität, Fußball und Feiern. In den meisten Fällen blieb es aber noch bei einer großen Masse, die sich empörte: Dürfen wir denn nicht mehr feiern, wie wir wollen? Das ist doch unglaublich!

Unglaublich ist in diesem Falle meiner Meinung nach etwas anderes. Es ist nicht dieser Tanz, den ich schon vor Jahren so dämlich fand, wie ich ihn heute finde. Der Gesang ist nicht das Problem, sondern einfach nur eine Erscheinungsform eines viel tiefer sitzenden Zustands, der auf der mangelnden Selbstwahrnehmung vieler “Schland”-Eventfans (die alle vier Jahre aus dem Nichts auftauchen zu scheinen), aber auch vieler Deutscher Fußballfans, die bald den DFB-Dress wieder gegen ein Vereinstrikot eintauschen werden. Es ist die mangelnde Fähigkeit vieler Fans, auch selbst im Falle einer Niederlage Größe zu zeigen.

Wenn Deutschland, wie Sonntag im WM-Finale, triumphiert, hat der Rest der Welt Applaus zu spenden und auch Spott zu ertragen. Aber konnten Deutsche Fans auch mit Größe das WM-Aus beim “Sommermärchen” 2006 ertragen? Sicherlich gab es welche, aber eine große Masse reagierte schlicht mit der Herabwürdigung des Gewinners, der auch später Weltmeister wurde. Die italienische Trikotfarbe war “Dreck“, es wurde zum Boykottieren von Pizzarien und Eiscafés aufgerufen. Nachträglich erhöhte die DFB-Elf mit einem sportlich nicht sehr wertvollen Sieg im Spiel um den Dritten Platz noch das Halbfinal-Aus und gab den Fans Anlass zu denken: “Die schlechtere Mannschaft” ist Weltmeister geworden.

Auch in den Folgejahren zeigten Deutsche Fans immer dann wieder mangelnde Größe in den Momenten, an denen es angebracht war. Das entlud sich nicht immer am Gegner, sondern auch mal am Schiedsrichter, an der eigenen – zu verweichlichten – Mannschaft oder an Trainer Jogi Löw, dem nachgesagt wurde, einfach keinen großen Titel gewinnen zu können. Aber auch das ist nicht im Kurzzeitgedächtnis vieler Schland-Fans hängen geblieben, die nun weniger daran denken, dass sie schlicht vollkommen falsch lagen. Denn im WM-Titel die Erfüllung einer Bringschuld der Mannschaft sehen.

Natürlich sind nicht alle Fans der DFB-Elf – zu denen ich mich auch seit ich große Turniere schaue zähle – so vergesslich, gedankenlos und nur auf den eigenen Triumph und die positiven Seiten des Fußballs fixiert. Aber eben jenen Fans will ich nicht so recht abnehmen, dass sie unverkrampft den Titelgewinn feiern können. Ist es unverkrampft, bei Kritik an überzogenem Spott gegen den Gegner direkt aggressiv zu reagieren? Ist es unverkrampft, im Falle einer Niederlage auf den vermeintlich Schuldigen einzuhauen?

Das “Recht” den Unterlegenen im sportlichen Vergleich zu verspotten, ergibt sich immer aus der eigenen Fähigkeit, im Falle einer Niederlage Spott von der Gegenseite zu ertragen. Ob die deutschen Fans dazu bereit sind? 1958 waren sie es nicht, 2006 auch noch nicht. Vielleicht sollten sich die Deutschen Fans deshalb, bevor sie sich über ein weiteres #gauchogate aufregen, mal auf die Insel schauen und sich ein Beispiel an Englischen Fans nehmen. Viele von denen kennen den letzten großen Titel (WM 1966) nur aus Rückblicken im Fernsehen. Und dort haben auch die großen sportlichen Niederlagen gegen den großen Rivalen Deutschland Eingang in den eigenen Erzählkanon der Nationalmannschaft gefunden. Etwas mehr Selbstironie und Unverkrampftheit schaden nie.

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