Kommentar: Die Mediendebatte lenkt ab.

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Gerade scheint es für viele Fans des 1. FC Saarbrücken nur noch ein Thema zu geben: Der Artikel von Dominique Rossi im Magazin Forum, das zur Unternehmensgruppe des Hauptsponsors gehört, über die Zukunft von Dirk Lottner. Aber es gibt ein größeres Thema, dem sich eben diese Fans verweigern:

Die Frage, ob der 1. FC Saarbrücken in eine vierte Saison mit Dirk Lottner als Trainer gehen sollte.

Im Fußball zählt Erfolg mehr als Sympathie

Lottners Befürworter weisen oft auf den Fakt, dass der Kölner einen bis Sommer 2020 gültigen Vertrag besitzt. Aber dass das nichts heißt, hat zuletzt der FC St. Pauli bewiesen, der innerhalb der laufenden Spielzeit erst im November den Vertrag mit Markus Kaucszinski verlängerte, um den Trainer dann im April zu beurlauben.

Das Geschäft Fußball funktioniert nach anderen Regeln als unsere Fanleidenschaft: Statt Treue zählt Erfolg. Übrigens legen diesen Maßstab viele Fans gerade bei Trainern an, die weniger große Sympathien besaßen. Also zum Beispiel Fuat Kilic, der auch nur knapp die 3. Liga verpasste, aber dessen Abgang kaum jemand betrauerte.

Fragezeichen hinter der aktuellen Saison

Lottners Bilanz liest sich oberflächlich stark: Dritte in der Umbruchsaison, unangefochtener Meister, nur knapp gescheitert in der Relegation. Aber der Knackpunkt ist die Saison 2018/2019. Saarbrücken musste zwar die Topstürmer ziehen lassen, hatte aber sonst eine eingespielte Stammmannschaft, Lottner und Sportdirektor Marcus Mann konnten finanziell mindestens mit Mannheim konkurrieren und starteten ohne Punktabzug.

Mannheim enteilte uns, weil Lottners Vorbereitung das Team unzureichend auf die Saison einstellte, weil auch gegen kleine Gegner zu oft spielerisch wenig Kreatives gezeigt wurde. Dieser Kritik muss sich Lottner stellen.

Lottners Anhänger helfen dem Trainer nicht

Dass seine Anhänger das anscheinend nicht möchten, deutet eher darauf hin, dass auch sie sich keine guten Antworten von Lottner mehr erhoffen. Denn eigentlich müsste der Kölner jetzt die Herausforderung annehmen und der sportlichen Leitung noch mal darlegen, warum er der Richtige ist. Mit guter Leistung überzeugen. Aber dass selbst seine Anhänger ihm das wohl nicht zutrauen wollen und den Trainer lieber in einen Nebenschauplatz hinein ziehen, bestätigt eher die Kritiker Lottners.

Viele Fans verhalten sich so, als läge ihnen der Trainer mehr am Herzen als der Verein. Aber selbst zu Zeiten von Dieter Ferner galt immer schon: Kein Trainer ist so groß wie der Verein.

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