Falko, Rasti, Tai und Milan

Falko Götz und Milan Sasic (Foto: Andreas Schlichter)

Falko Götz und Milan Sasic (Foto: Andreas Schlichter)

Der 1. FC Saarbrücken hat Farbe bekannt. 2015/2016 heißt das Ziel Aufstieg und es wird alles Mögliche daran gesetzt, dieses zu verwirklichen. Experimente gibt es keine mehr. Der neue Trainer heißt Falko Götz, spielte in den Neunzigern in blau-schwarz und trainierte bereits in der Bundesliga. Als Co-Trainer  bringt er Rastislav Hodul und Taifour Diane mit. Ex-Trainer Milan Sasic wurde zudem offiziell zum Leiter der Lizenzspielerabteilung ernannt und ist nun Teil der Geschäftsleitung. Die Ansage hinter dem neuen Personal: Hartmut Ostermann will es nun doch noch einmal wissen.

Götz trainierte zuletzt von April 2013 bis August 2014 den FC Erzgebirge Aue. Nachdem er zwei Mal in Folge den Klassenerhalt erreichte, war in der abgelaufenen Saison ein schwacher Start Grund für das Aus. Fußballfans ist er vor allem als Teil der 1988er Leverkusener UEFA-Cup-Siegermannschaft bekannt. Seine erfolgreichste Zeit hatte er als Trainer von Hertha BSC Berlin in der Bundesliga zwischen 2004 und 2007. Nun übernimmt der Musical-Fan und „eitle Typ mit der Fönfrisur“ (einige Leute, denen Falko Götz‘ Erscheinungsbild wichtiger ist als ihm selbst) das FCS-Ruder bis Juni 2016 – oder auch länger, sollte es mit dem Aufstieg klappen.

Ein neues und ein altes Gesicht

Dabei helfen sollen zwei neue Co-Trainer. Rastislav Hodul war bereits Cheftrainer in Babelsberg und Neustrelitz, bevor er 2013 ins Team von Götz wechselte. Der Slowake besitzt auch den Schein als Fußballlehrer. Der zweite Assistent wird jemand, der keinem FCS-Fan vorgestellt werden muss: Taifour Diane, bereits als Spieler für den FCS aktiv, gibt den Posten als Trainer der FCS-Frauen ab und macht im Herrenbereich weiter. Die ersten neuen Namen im Stab von Götz machen klar – der Trainer bekommt einen vertrauten Helfer, aber auch jemanden, der den Verein bereits bestens kennt. Das ist auch eine Lehre aus dem Abgang von Fuat Kilic, der für seinen oppulenten Trainerstab kritisiert wurde.

Sasic wechselt erneut Position

Komplettiert wird das Quartett von einem alten Bekannten. Milan Sasic wurde von Präsidium offiziell zum Leiter der Lizenzspielerabteilung ernannt – eine Position, die zuletzt von Wolfgang Loos ausgeübt wurde. Dieser ließ sich damals als Manager das Amt neu in die Satzung schreiben, nach seinem Abgang war es vakant (das FCSBlog berichtete bereits letzten Sommer über diesen Zustand). Klar ist damit: Trotz aller Fankritik und der verpatzten Übergang Sasics in die Quasi-Sportdirektorposition letzten Sommer hält Ostermann an ihm fest. Bei der Kaderzusammenstellung hätte sich Sasic mit guten Transfers bereits letzten Sommer mit den Fans aussöhnen können, doch die Naivheit des Präsidiums, ihn als „Berater des Hauptsponsors“ zu vorzustellen, machte das zunichte. Nun wird also mit offenen Karten gespielt, wenn auch sehr spät.

Knackpunkt Hierarchie

Götz und der FCS, das passt. Beide haben Ambitionen und klare Vorstellungen, warten aber seit gut zehn Jahren auf den richtig großen Wurf. Götz ist ein Trainer, unter dem eine Hierarchie klar erkennbar sein wird. Das dürfte auch Hartmut Ostermann gefallen, der sich mit der Verpflichtung und dem gescheiterten Antrag der Oppositionsgruppe weiter als starker Mann präsentiert hat. Die Gefahr für den neuen Trainer liegt darin, dass oft einzelne Akteure, gerade in den Gremien, diese Kette der Entscheidungen nicht respektieren kann. Lässt der FCS Götz den nötigen Spielraum für seine Entscheidungen und bleibt Milan Sasic in seiner Rolle als Zuarbeiter auf dem Transfermarkt, könnte es eine ähnliche Saison wie 1999/2000 werden. Damals präsentierte der FCS Klaus Toppmöller, das Ergebnis hieß Aufstieg.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 2015/2016, Regionalliga, Vorbereitung abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Falko, Rasti, Tai und Milan

  1. Pingback: Falko, Rasti, Tai und Milan | re: Fußball

Kommentare sind geschlossen.