Die Texte des Jahres – #fussballtext2014

10606479_808734992481610_6247191001502175223_nDer Januar ist zumindest in der Zwischenwelt der Regionalliga, die sich weder ganz im Profifußball, noch beim Feierabendkicken einfinden will, ein undankbarer Monat, um über aktuelle Ereignisse zu berichten. Da wären aktuelle Transferspekulationen (um das abzukürzen: Cidimars Torquote halte ich für zu niedrig, um in der Rückrunde im Sturm eine Verstärkung darzustellen), zeitlose Spekulationen um das Wohl des Vereins und andere Debatten. Stattdessen will ich aber das Jahr mit einem Rückblick auf einige Texte beginnen, die 2014 für mich persönlich sehr gut den Nerv getroffen haben – und auch weit über den eher kleinen Saarbrücker Tellerrand hinaus gehen. Die Anregung stammt von 120minuten, für die ich zuletzt über den Pariser Fußball geschrieben habe. Hier meine Auswahl:

1. Wann ist der Fan ein Fan? – Alexander Schnarr, 120minuten

Die Zahl 2014 hat ihren Platz im deutschen Fußballkanon eingenommen – 54,74,90, 2014. Fast das ganze Land war mal wieder Fußballfan – aber was für eine Art Fußballfan war das genau, der sich nach Vorrundensiegen in den Autokorso stürzte und mit Gesichtsbemalung den Sport in den Alltag trug? Alexander Schnarr von nurderfcm.de vertritt die These, dass es nicht möglich ist, den Fan der Nationalmannschaft mit dem Fan der Vereinsmannschaft gleichzusetzen. Ihm gelingt eine spannende, wenngleich unaufgeregte Auseinandersetzung mit dem Fanbegriff im Fußball, der unter zahlreichen Texten zu Partyotismus, Gauchogate und der Weltmeisterschaft deutlich heraussticht.

2. Ich habe nichts gegen den FC Bayern, aber….. – Der Wochenendrebell

In der Bundesliga dominiert der FC Bayern München das Geschehen und scheidet die Geister – der meistgeliebte Fußballverein Deutschlands gilt auch schnell als meistgehasster. Ist das ein Reflex der Gegner, der aus dem Neid auf die Bayern-Triumphe geboren wird? Collini Sue gibt zwar vielleicht keine klare Antwort, wählt aber eine interessantere Form der Aufarbeitung dieser Frage. Die Bundesliga bleibt spannend, wenn auch nicht so wie erwartet.

3. Die Zukunftsverweigerer – Akademikerfanclub

Zuletzt in der Auswahl ein Text, der unweigerlich auf Gegenstimmen stoßen muss, dessen Lektüre aber gerade für Fans des 1. FC Saarbrücken, Waldhof Mannheim, RW Essen und anderen Traditionsvereinen Pflicht sein sollte. Die Hoffenheim-Fans erwehren sich der Kritik von Traditionalisten und liefern einen realistischen Blick auf das aktuelle Fußballgeschäft der oberen Ligen. Eine notwendige Erinnerung an eine Versachlichung der Debatte.

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