Offener Brief von Meiko Palm zur Mitgliederversammlung

IMG_5761Der ehemalige Fanbeauftragte Meiko Palm hat bezüglich seines Antrags zum Thema Ausgliederung einen Offenen Brief verfasst, der mich an meinen Antrag zur Mitgliederversammlung 2013 erinnert, der trotz fristgerechter Einreichung nicht in der Einladung zur Versammlung auftauchte. Ich dokumentiere den Brief von Meiko Palm in voller Länge:

Offener Brief an die Vereinsgremien und Mitglieder des 1. FC Saarbrücken

Zur letztjährigen Mitgliederversammlung hatte ich einen Antrag zu Änderung des § 23 der aktuellen Satzung beantragt. Während der Versammlung konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein. Per Internet und von Bekannten habe ich erfahren, dass Herr Rechtsanwalt Abel (Aufsichtsratsmitglied) während der Versammlung geäußert hat, dass der Antrag nicht behandelt werden kann, da hierfür 10 % der Unterschriften der Mitglieder notwendig wären.
Diese Aussage ist schlichtweg falsch. In der Satzung ist hierzu kein Passus zu finden. Es ist lediglich die Rede davon, dass 10 % der Mitglieder eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen können.
In der Versammlung 2013 kam es zwar zu einer Abstimmung, allerdings mit der Aussage von Herrn Abel, dass auch bei einer ausreichenden Mehrheit die Satzung nicht geändert werden könne. Die anwesenden Mitglieder hatten also unter Gegebenheiten abgestimmt, die laut der Satzung nicht nachvollziehbar sind und den Antrag abgelehnt. Hätte es einen entsprechenden Passus in der Satzung gegeben, hätte mein Antrag erst gar nicht als Tagesordnungspunkt aufgenommen werden dürfen. Weiterhin hatte es in den letzten Jahren bei einer Fülle von Anträgen auch niemanden interessiert, ob diese von 10 % der Mitglieder gestellt worden sind.

Wenige Tage nach der Versammlung habe ich den 1. FC Saarbrücken erstmals per Email kontaktiert und wollte Auskunft darüber haben, wo diese ominöse Regelung der 10 % stehen solle.
Herr Abel hatte mir zwar geantwortet, konnte mir einen entsprechenden Passus aber nicht nennen.
Seit Januar 2014 bin ich mit dem Verein per Email in Kontakt um die Bestätigung zu erhalten, dass in der diesjährigen Mitgliederversammlung mein Antrag wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird. Ich wünsche mir eine FAIRE Aussprache und eine FAIRE Abstimmung

Hätte der Verein auf die Unterschriften von 10 % der Mitglieder bestanden, hätte ich diese eingeholt, sodann aber auch gleichzeitig eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen lassen. In dieser wäre dann nur mein Antrag zur Abstimmung gekommen. Da ich aber im Interesse des Vereins handeln möchte, wollte ich darauf verzichten, wenn mein Antrag aus 2013 auch auf die Tagesordnung der regulären Mitgliederversammlung 2014 aufgenommen wird. Am 18. September wurde mir dies von Herrn Pini (damals noch als Geschäftsführer Marketing aktiv, jetzt Vizepräsident) telefonisch zugesagt. Am 22. September habe ich die Geschäftstelle des 1. FC Saarbrücken hierüber per Email in Kenntnis gesetzt.

Am 18.11.2014 wurden die Einladungen für die Mitgliederversammlung am 08. Dezember 2014 versandt. Die Behandlung meines Antrages kann ich auf der Einladung nicht ersehen. Am gleichen Tage habe ich den 1. FC Saarbrücken hierüber informiert und ich wurde auch von einem Präsidiumsmitglied zurückgerufen. Man beruft sich nun darauf, dass ich den Antrag nicht nochmal eingereicht habe. Bei dem o. g. Telefonat vom 18.09.2014 wurde aber vereinbart, dass der Antrag aus 2013 nochmal behandelt wird. In diesem Telefonat habe ich weiterhin erklärt, dass ich nicht darauf bestehe, dass alle Mitglieder nochmals angeschrieben werden müssen. Allerdings sollte zumindest eine Pressemitteilung über die Aufnahme eines weiteren Tagesordnungspunktes erfolgen. Der Verein hat nun mehr bis Montag Zeit, meinen Antrag nachträglich auf die Tagesordnung zu nehmen. Laut Satzung und BGB müssen die TOP´s 2 Wochen vor der Mitgliederversammlung den Mitgliedern bekannt sein. Diese Frist läuft am Montag, 24.11.2014 ab. Also genug Zeit für den Verein, den Fehler zu korrigieren.
Sollte mein Tagesordnungspunkt nicht nachträglich aufgenommen werden, werde ich die Unterschriften von 10 % der Mitglieder einholen um sodann eines außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, in welcher mein Antrag behandelt wird.

Mir ist bewusst, dass hierdurch unnötige Kosten entstehen würden, aber der Verein scheint (aus welchen Gründen auch immer) nicht an einer konstruktiven Lösung interessiert zu sein. Fast ein Jahr habe ich diesbezüglich mit dem Verein in Kontakt gestanden um sodann doch keine Beachtung zu erhalten.

So geht man mit Mitgliedern nicht um. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, als hätte der Verein Angst davor, den Antrag zu behandeln. Und auch wenn die Satzung den Mitgliedern nur wenig Mitspracherecht zu bieten hat, so ist es unser gutes Recht wenigstens hiervon Gebrauch zu machen.

20.11.2014
Meiko Palm

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 2014/2015, Mitgliederversammlung, Offener Brief abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.