Ich kann nicht glauben, dass das mal eine Startelf war II

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Sambo Choji, Gunther Thiebaut und Faysal El Idrissi im FCS-Dress (Foto: Andreas Schlichter)

Regionalliga Süd, 16. Spieltag
Spiel: 1. FC Saarbrücken – FC Rot-Weiß Erfurt
Ort: Ludwigsparkstadion
Datum: 15. November 2003
Ergebnis: 2:1
Tore: Choji (61.), Thiebaut (62., FE) – René Müller (72.)
Rote Karten: Nehrbauer (85.), Caruso (87.)

Startelf: Erol Sabanov – Oliver Schäfer, Marcel Rozgonyi, Michael Öller, Henri Heeren, Marco Laping, Matthias Hagner, Michael Oelkuch, Alessandro Caruso, Gunther Thiebaut, Sambo Choji.

Wechsel: Christian Stuff für Choji (81.), Thorsten Nehrbauer für Laping (84.), Sören Holz für Oelkuch (90.)

Was aus heutiger Sicht unverständlich ist: Vieles, aber mit Abstand auf dem ersten Platz die Tatsache, dass Erfurt mal in der Regionalliga Süd gespielt hat.

Eugen Hachs Einstand: In Zweijahresplänen ist kein Platz für Misserfolg. Nach einer 0:3-Pleite gegen die zweite Mannschaft von Mainz 05 zog Hartmut Ostermann die Notbremse und ersetzte Horst Ehrmantraut durch den bei Aachen und Fürth erst erfolgreichen, dann unbeliebten Eugen Hach. Hach, Saarbrücker Vereinsidol und Verkörperung des kampfbetonten Fußballs, war zu Amtsantritt populär wie zuletzt vor ihm vielleicht Klaus Toppmöller. Zu seinem Einstand sah auch alles aus, als wäre Hach eine langfristige Lösung. Der Einstand gegen den großen Konkurrenten im Aufstiegsrennen, Erfurt, gelang jedenfalls.

Ohne El Idrissi, mit Oelkuch: Zum Amtsantritt rehabilitierte Hach den von Ehrmantraut aussortierten Mittelfeldregisseur Michael Oelkuch, der immerhin diese eine Chance nutzte und eine ordentliche Leistung zeigte. Aber eben auch nur noch in diesem Spiel, da er nach der späteren Rückkehr Ehrmantrauts wieder aus dem System flog. Viele sagen: Mit Recht.

Der Generationen-Sturm: Obwohl Sambo Choji und Gunther Thiebaut beide 1977 geboren sind, war es so, als träfen Spieler aus zwei unterschiedlichen Generationen zusammen. Choji stand für das magische Dreieck mit Manni Bender und Karsten Hutwelker und die Zeit, als die Bundesliga in greifbarer Nähe stand. So war er bei seiner Rückkehr auch nur noch Schatten seiner selbst und fristete unter Ehrmantraut eher das Reservistendasein. Hach gab ihm eine Chance neben einem seiner Nachfolger, Gunther Thiebaut. Beide trafen, auch wenn Choji eher einen Schuss von Öller entscheidend ablenkte.

Rote Flut: Spannend wurde das Spiel nicht nur durch eine starke Schlussphase der Gäste aus Thüringen, sondern auch aufgrund des bekannten Hangs von Thorsten Nehrbauer zur Farbe Rot. Eine Minute nach seiner Einwechslung sah er für ein grobes Foulspiel eine harte, aber regeltechnisch gerechtfertigte Rote Karte. Aus Wut über die Entscheidung schloss sich sein Mitspieler Alessandro Caruso mit einer Tätlichkeit an – eine Tätlichkeit seines Gegenspielers übersah der Schiedsrichter hingegen.

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