WM-Blogstöckchen do Brasil

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Der Libero ist den Lesern hier nicht nur als klassischem fast ausgestorbene Position auf den Fußballplatz bekannt. Hinter dem Namen verbirgt sich auch ein Blogger und der hat anlässlich der anstehenden WM das Stöckchen zum Duisburger Trainer und mir geworfen. Ich beantworte die Fragen und gebe gleich weiter in die Fußballhochburgen Paderborn und Wiesbaden.

Die Fragen:

Mein erstes bewusstes WM-Erlebnis war?

Die WM 1998 in Frankreich: Erstes Trikot mit dem Adler (und bis heute eines der Besseren), ein Poster der Vogts-Elf aus der Bravo Sport, das WM-Maskottchen im Kinderzimmer und TV-Fußball. Bis Davor Suker und Christian Wörns Titelträume zerplatzen ließen. Es hatte dennoch sein Gutes: Direkt an der Grenze zu Frankreich war die Euphorie fast greifbar und das Turnier definitiv etwas besonderes.

Mit welcher WM-Legende würde ich gern einmal Doppelpass spielen?

Zinedine Zidane. Für mich seit 1998 einer der besten Spieler aller Zeiten, der aber auch auf dem Platz unverfälscht wirkte – leider auch durch seine großen Aussetzer und Niederlage. Wir könnten uns nebenbei auch über Bordeaux unterhalten, wo sowohl er, als auch ich bereits gelebt haben. Falls Zidane keine Zeit hätte: Laurent Blanc.

Welchem TV-Kommentator werde ich bei der WM gerne zuhören?

Wenn das ZDF – wie Trainer Baade es twitterte – eine Audiospur „Stadionton“ anbietet, werde ich mit Vergnügen darauf zurückgreifen. Zumal ich Fußball am Liebsten im Stadion sehe und es dort auch keine Stimme aus dem Off gibt.

Die Iren haben sich für die WM am Zuckerhut leider nicht qualifiziert. Welchem weiteren Land drücke ich neben Jogis Jungs als »Zweitteam« die Daumen?

Seit 1998 traditionell Frankreich, wobei mich die undisziplinierte Elf in Südafrika enttäuscht hat. Dieses Jahr müssen sich die Franzosen anstrengen, mich zu überzeugen, junge Talente wie Paul Pogba und Antoine Griezmann könnten das aber schaffen. Ich würde aber auch mal einem afrikanischen Team wieder mindestens das Viertelfinale gönnen. Ghana war 2010 für mich eine positive Überraschung.

Zu Jogis Jungs: Nenne Deine beiden Lieblingskicker aus dem deutschen Kader?

Als ehemaliger Saarbrücker und vielleicht baldige Lösung des ewigen Linksverteidigerproblems: Erik Durm. Der Typ Aschenputtel-Spieler, dem ich jede WM-Minute gönne. Dann Lukas Podolski. Er ist kein Rhetoriker, kein Stratege, kein Techniker wie Özil oder Götze. Aber er kann schöne Tore schießen. Und darauf kommt es an.

Wie weit kommen Jogis Jungs?

Es gibt seit einigen Jahren das Abo auf das Halbfinale. Das ist trotz Ausfällen realistisch. Was dann kommt? Man mag den Spielern immer wieder Versagensangst vorwerfen, gerade bei internationalen Wettbewerben mit dem Verein. Dabei waren bei den WM-Titeln 1954 und 1990 der deutsche Vereinsfußball auch nicht unbedingt europäische Spitze. Ich gebe wenig auf diese Art von Fanpsychologie.

(Wenn nicht Jogis Jungs:) Wer wird am 13.07.2014 im Maracanã Weltmeister?

Erstmals seit 1998 wieder der Gastgeber. Oder doch Belgien.

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