Fünf Duelle spezial: Duelle, die uns erhalten bleiben

(Grafik: Common&Rinck/Projektgesellschaft Sanierung Ludwigsparkstadion mbH)

(Grafik: Common&Rinck/Projektgesellschaft Sanierung Ludwigsparkstadion mbH)

Die Saison ist für den 1. FC Saarbrücken in 90 Minuten plus Nachspielzeit beendet. Besonders herausragend war sie nicht, erinnerungswürdig in der Art und Weise, wie es sich niemand wünschen kann. Es wird zwar noch einmal um drei Punkte gehen, aber ob die jetzt nach Erfurt wandern oder im Ludwigspark bleiben: Schon gegen Burghausen schien die Frage die wenigsten zu kümmern. Stattdessen wirft die Vorschau-Rubrik „Fünf Duelle“ einen Blick in die Glaskugel und spekuliert, welche Duelle auch 2014/2015 noch das Geschehen um den Ludwigspark bestimmen werden.

1. Saarbrücken gegen Elversberg

Wer ist die Nummer eins im Saarland? Nach der blamablen 1:3-Niederlage des neu zusammengekauften 1. FC Saarbrücken an der Kaiserlinde zu Anfang der Rückrunde schien diese Frage für die Mehrheit der Saarländer beantwortet. Doch auch der vermeintlich moderne Trainer Dietmar Hirsch, nach seinem Sieg bei RB Leipzig noch als Vertreter der kommenden Fußballlehrer-Generation gefeiert, musste gehen. Mangelnde Menschenführung, die sich irgendwann in ausbleibendem Erfolg manifestierte. Unter Interimstrainer Roland Seitz verpasste die Holzertruppe den Sieg im Saarlandpokal, in der Liga droht – vorbehaltlich der Lizensierungsverfahren anderer Vereine – der direkte Wiederabstieg.

Möglich also, dass es in der Regionalliga Südwest im kommenden Jahr zum erneuten Duell um die verstaubte Krone im Saarfußball kommt. Und dann mischt natürlich auch noch der FC 08 Homburg mit – der sich auch mit dem Sieg im Saarlandpokal zurückgemeldet hat.

2. Fuat Kilic gegen seine Kritiker

Der Trainer des 1. FC Saarbrücken wird auch in der kommenden Saison trotz Abstieg das Vertrauen des Präsidiums erhalten. Dass dieser Umstand nicht alle Fans glücklich stimmt, ließ eine Umfrage auf Ludwigspark.de erahnen, bei der nur 35 Prozent (616 Stimmen) der Teilnehmer die Vertragsverlängerung für Kilic als „gut“ bewerteten, 65 Prozent hingegen als schlecht. Gewiss war dieses Ergebnis den üblichen Schwankungen der mehr als emotionalen (und oft auch hypersensiblen) Fans unterworfen. Differenziert betrachten empfanden aber auch vielleicht einige die Vertragsverlängerung als voreilig, da noch nicht der Name des neuen Sportdirektors bekannt ist.

3. Jugendabteilung gegen Ostermann und Weller

Unter den Insidern ist dieser manchmal subtil, aber auch durchaus mal offen ausgetragene Schlagabtausch der entscheidende. Zwischen Teilen des Präsidiums, also in erster Linie Schatzmeister Dieter Weller und der Jugendabteilung und ihren großen Fürsprechern, also Aufsichtsratsvize Daniel Hager und Vizepräsident Harald Ebertz, soll es nicht gerade rosig zugehen. Während Hartmut Ostermann zumindest in erster Linie Aufsichtsratschef Michael Arnold beruhigen konnte, scheint dies aber erst der Anfang für eine mögliche Klärung dieses Konflikts sein. Hier geht es vor allem um Fragen des Nachwuchsleistungszentrums.

4. D-Block gegen Virage Est

Auch in der Regionalliga werden große Teile der Virage Est weiter mit einem Stadionverbot belegt sein, während der D-Block seinerseits versuchen wird, einen Generationswechsel durchzuführen und zumindest mehr Beständigkeit zu zeigen, als es bei vorherigen Comeback-Versuchen der Fall war. Verbunden ist dieses Duell allerdings auch damit, wie es bei der letzten großen Frage weitergeht.

5. Stadionbefürworter gegen Stadiongegner

Nämlich in der des Stadionumbaus. Der Entwurf der Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer scheint endgültig von Tisch, da sich nun die Chance ergibt, womöglich aus Resten des alten Mainzer Bruchwegstadions Tribünenteile zu erwerben. Neben dem Aus des Autobahntunnels für das Großprojekt Stadtmitte am Fluss wäre das die nächste Schlappe der Architektin. Dass damit aber jegliche Diskussionen um das Stadion vom Tisch wären, darf aber nicht erwartet werden: Debatten um den Standort von Heim- und Gästefans stehen an, langwierige Beschwerden lärmempfindlicher Anwohner und nicht zuletzt bietet sich hier auch für Kleinparteien der städtischen Opposition ein willkommener Anlass, sich bei Protestwählern zu profilieren. Es wird also alles, nur nicht leiser in der Saison 2014/2015

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 2013/14, Allgemein, Rückrunde, Vorbericht abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.