Ein bisschen Frieden…

.Nicole_-_Ein_bißchen_Frieden..ist nicht nur der Siegertitel des Eurovision Song Contest (Grand Prix) 1982, geschrieben von Ralph Siegel und vorgetragen von der Saarländerin Nicole. Passend zur Grand-Prix-Woche verkünden auch zwei zentrale Streithähne der vergangenen Woche, FCS-Präsident Hartmut Ostermann und Aufsichtsratschef Michael Arnold, zumindest ein bisschen Frieden. Michael Kipp, Sportredakteur der Saarbrücker Zeitung, berichtet heute über das spontane Treffen von Arnold und Ostermann, während ein schlafmütziger Daniel Fischer für die Saarlandausgabe der BILD noch die Zusammenfassung der vergangenen Woche noch einmal aufwärmt.

Große Neuigkeiten gibt es – abgesehen von Details zum Nachwuchsleistungszentrum und der Information, dass Vizepräsident Harald Ebertz als einziges Präsidiumsmitglied gegen Trainer Milan Sasic stimmte, nicht. Der neue Frieden zwischen Ostermann und Arnold gelingt auch ein wenig über das, was alle immer wieder eint: Medienschelte. Dass ein Journalist, gemeint ist natürlich Frank Grundhever vom Saarländischen Rundfunk, gegen die Geheimhaltung des Treffens mit Hartmut Ostermann verstoßen habe. Ob diese Geheimhaltung tatsächlich auch in der Form an alle Journalisten weitergegeben wurde? Bleibt offen, ist aber „wurscht“. Es gehört zum Spiel unter den Sportjournalisten und ist nichts außergewöhnliches, wenn der eine zur Schelte über den anderen ansetzt. Hier dient sie sogar dem höheren Zweck.

Botschaft an Fans und Streithähne

Der da wäre: Friede im Hause 1. FC Saarbrücken. Es ist ein erster Schritt in die Richtung, die ich mit meinem Kommentar vom Samstag eingefordert habe. Darin habe ich zwar gefordert, künftig nicht zuerst mit den Medien zu reden, allerdings ist der heutige Artikel in der SZ als Signal an ein schwieriges Fanumfeld zu sehen. Und durchaus auch an verbliebene Streithähne wie Schatzmeister Dieter Weller und Aufsichtsratsvize Daniel Hager. Die Botschaft: Wir müssen miteinander reden und zwar intern.

Fragen gehen über Personelles hinaus

Die entscheidenden inhaltliche Fragen, die wohl demnächst auftauchen wird, sind damit noch nicht verbunden. Sie muss aber in Angriff genommen werden, will man das Vertrauen der Fans zurückgewinnen: Wie viel Mitbestimmung hat welche Vereinsebene? Wie sehen Veto-Möglichkeiten der Gremien aus? Wie sieht ein zeitgemäßer, handlungsfähiger, aber eben kein zentral gesteuerter Verein aus? Diesen Frage können sich die Gremien nur entziehen, wenn sie eine komplette Einigung erzielen.

Deswegen bleibt der Friede zwar fragil und ist längst nicht der Dauerzustand, den wir erwarten können. Aber jetzt können sich beide Seiten darum bemühen. Vielleicht gibt es dann mehr, als nur ein bisschen Frieden.

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