From worst to best: Rückkehrer 2003/04 bis 2012/13 (Teil II)

(Foto: 1. FC Saarbrücken)

(Foto: 1. FC Saarbrücken)

Platz 15 – Torsten Reuter – Mittelfeld/Rechtsverteidiger – 2004/2005 und 2006 beim FCS

Ein waschechter „Lautrer Bub“ beim 1. FC Saarbrücken, dazu noch als Leihgeschäft von den Roten Teufeln. Der Wechsel von Torsten Reuter nach Saarbrücken erregte die Gemüter zu Beginn der Saison 2004/2005 ein wenig, war dann aber zunächst aus den Augen und damit aus dem Sinn: Reuter wärmte anfangs eher die Bank. Erst gegen Ende der Hinrunde und mit Beginn der Rückrunde erspielte sich Reuter den Platz in der Stammelf. Ein vermeintliches Grinsen nach einem Gegentor in Oberhausen – Reuter stand zusammen mit Henri Heeren hinter dem Tor beim Aufwärmen – sorgte dann für einen frühen „Shitstorm“ auf ludwigspark.de. Vergeben und vergessen am 34. Spieltag: Mit seinem Tor zum 1:1 hält Reuter den FCS in der 2. Bundesliga und schickt Eintracht Trier zurück in die Regionalliga.

2005/2006 kehrte Reuter zum FCK und Trainer Michael Henke zurück und erlebte seinerseits dann den Abstieg – von der ersten in die zweite Bundesliga. Henke heuerte in Saarbrücken – nun Regionalliga – an und holte im Sommer 2006 Reuter zurück ins Saarland. Hier war Reuter sechs Spieltage lang gesetzt – bis er den Stammplatz verlor. Weder im defensiven Mittelfeld, noch auf der rechten Außenbahn war noch Platz. Reuter ging zum SV Wehen, kehrte später wieder nach Kaiserslautern zurück und verschwand dort im Amateurfußball.

Platz 14 – Marc Ziegler – Towart – bis 1994 und 2005/2006 beim FCS

Marc Ziegler, gebürtig aus Blieskastel, kam über Webenheim und Homburg in die Jugend des FCS. Für Höheres berufen machte er den Schritt zum VfB Stuttgart und wurde von Rolf Fringer direkt als 19-Jähriger ins kalte Wasser der Bundesliga geworfen. Als Stammtorhüter konnte er jedoch nicht überzeugen und kam so in fünf Jahren nur auf 41 Einsätze. Nach kurzzeitigen Engagements in Bielefeld und Bursaspor landete Ziegler bei Tirol Innsbruck, seiner erfolgreichsten Station – zwei österreichische Meisterschaften, Rekord für die längste Zeit ohne Gegentreffer. Der Wechsel zur Austria nach Wien sollte die nächste Fehlentscheidung in Zieglers Karriere werden: Teilweise saß er nur auf der Tribüne. In der 2003/2004 schien der plötzliche Schub zu kommen: Als Leihspieler zeigte er für Hannover 96 in der Bundesliga gute Leistungen. Die Roten hätten Ziegler gerne behalten, allein forderte Wien eine zu hohe Ablöse.

Den Vertrag in Wien tapfer ausgestanden, wollte Marc Ziegler, damals 29 Jahre alt, 2005 Peter Eich (damals 41 Jahre alt) beerben. In einer desolaten Mannschaft mit Altstars und intern zerstrittenen Spielern hatte Ziegler das Pech, sich früh zu verletzen. Eich verdrängte Ziegler danach mit starken Leistungen. Ziegler wurde anschließend erst erneut nach Bielefeld verliehen, um danach als „Back-Up“ für Roman Weidenfeller nach Dortmund verkauft zu werden.

Platz 13 – Charles Haffner – Mittelfeld – 1997/1998 und 2006 bis 2008 beim FCS

Der Franzose Charles Haffner galt als Talent, als er 1997 beim FCS unterschrieb. Aus Saargemünd stammend, sollte er beim FCS für Wirbel sorgen – kam aber nicht zum Zuge. Im Zusammenhang mit der Kooperation mit dem FC 08 Homburg wechselte er zu den Grün-Weißen, um kurz darauf zur SV Elversberg zu gehen. Dort gehörte er drei Jahre zum Stammpersonal, ehe der Karlsruher SC mit Stefan Kuntz auf ihn aufmerksam wurde. Kuntz wurde allerdings früh nach dem Aufstieg in die zweite Bundesliga entlassen, Haffner nach 22 Einsätzen im ersten KSC-Jahr zur Reserve geschickt. Ein Probetraining beim FCS im Frühjahr 2004 unter Eugen Hach verlief erfolglos. Die logische Konsequenz war die Rückkehr zur SV Elversberg, wo er zwischen 2004 und 2006 wieder zu den Stammkräften gehörte.

Als der FCS 2006 den Wiederaufbau unter Michael Henke starten wollte, holte man Haffner dann mit Verspätung zurück. Mit Marco Gebhardt, damals schon stolze 33 Jahre alt, bildete er die linke Außenbahn des Vereins. Haffner übernahm dabei den defensiven Part, Gebhardt den offensiven. Im Laufe der Saison entpuppte sich das Duo als zu langsam, um mit den vielen eher jungen Mannschaften der Regionalliga Süd mithalten zu können und wurde deshalb verspottet. Haffner blieb trotzdem und ging als Kapitän mit in die Oberligasaison 2007/2008, um dort die nächste bittere Enttäuschung – Verpassen des Klassenerhalts mit Ligareform – zu erleben. Er verließ den Verein, ist heute Co-Trainer und Spieler von Neale Marmon in Schwemlingen-Ballern in der Landesliga.

Platz 12 – Michael Müller – 2009/2010 und seit 2012 beim FCS

Einer, der in dieser Auflistung einen besseren Platz verdient hätte, ist Michael Müller. Der Schlussmann wurde mit dem SC Freiburg Deutscher A-Jugend-Meister und 2009 von Dieter Ferner nach Saarbrücken geholt. Im Regionalligajahr musste er den damals schon öfters verletzten Enver Marina in elf Spielen vertreten – und machte dies ordentlich. Aufgrund fehlender Perspektiven auf den Stammplatz ging er zum VfL Wolfsburg II.

Anfang 2012 zeichnete sich eine Rückkehr nach Saarbrücken – mit dem Versprechen der Marina-Nachfolge – ab. Doch dann geschah das größte Pech, das ein Fußballer erleben kann: In einer der letzten Trainingseinheiten für den alten Verein zog sich Müller eine schwerwiegende Verletzung zu. Der FCS musste reagieren und verpflichtete Benedikt Fernandez als Marina-Vertreter. Und dieser Fernandez war es dann, der sowohl Müller, als auch Marina hinter sich ließ. Derzeit ist Michael Müller mit 24 Jahren die klare Nummer zwei des 1. FC Saarbrücken hinter Timo Ochs – hat diese Rolle allerdings akzeptiert und spielt seine wichtige Rolle derzeit im Kader des FCS als verlässlicher Rückhalt, der da ist, wenn er gebraucht wird.

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