Die fünf wichtigsten Duelle: 1. FC Saarbrücken – Jahn Regensburg

200px-SSV_Jahn_Regensburg.svg1. Fahrstuhlmannschaft gegen Fahrstuhlmannschaft

Saarbrücken gegen Regensburg, das mag für Menschen, deren Fokus nur auf der Bundesliga liegt, wie ein Duell der Randzonen klingen. Und das ist auch begründet. Beide Vereine waren zumindest mal in der 2. Bundesliga, der FCS sogar höher, beide haben es aber nicht geschafft, ein gewisses Leistungsniveau über längere Zeit zu konservieren. Die Zahlen sprechen für sich: Seit 2000 ist der Jahn aus Regensburg insgesamt vier Mal auf- und drei Mal abgestiegen. Für die Molschder sind die Zahlen ähnlich: vier Aufstiege gegen vier Abstiege. Konstanz? Fehlanzeige.

2. Abdenour Amachaibou gegen Stefan Reisinger

Zwei untypische Stürmer im Duell. Für Regensburg geht Abdenour Amachaibou, genannt „Abdi“, an den Start. Unter Trainer Thomas Stratos musste er in dieser Saison schon auf allen möglichen Positionen in der Offensive ran, zuletzt im Sturmzentrum. Dort scheint der beste Torschütze der Gäste (sieben Treffer) nicht sonderlich glücklich, blieb zuletzt in drei Spielen torlos. Die Alternativen sind für den Jahn auf dieser Position allerdings so rar gesät, dass „Abdi“, eigentlich eher hinter den Spitzen agierend, an die vorderste Front muss.

Beim 1. FC Saarbrücken feierte Stefan Reisinger in Heidenheim sein Tordebüt – bislang enttäuschte der letztjährige Bundesligist beim FCS. Tore erhofften sich viele, aber die Lebensversicherung im Sturm heißt weiterhin Marcel Ziemer. Dabei ist gerade Reisinger dabei, unter Fuat Kilic die passende Position zu finden. Das Spiel gegen Regensburg zeigt, ob der Altstar seinen Platz im FCS gefunden hat.

UPDATE, 01.März 2014, 8:36 Uhr: Ein Einsatz von Stefan Reisinger erscheint aufgrund einer Erkältung gefährdet.

3. Timo Ochs gegen Bernhard Hendl

Timo Ochs ist nicht nur notenbester Spieler des 1. FC Saarbrücken (2,62, Kicker), sondern auch ein Spieler mit Symbolwirkung. Aus Regensburg kam der ehemalige 1860- und Red-Bull-Salzburg-Torhüter und hat sich seither als Musterprofi und Fels in der Brandung einen Namen gemacht. Entgegen dem bei deutschen Torhütern grassierenden Jugendwahn ist Ochs schon 32 Jahre alt – und trifft nun auf den Nachfolger seines Nachfolgers.

Gestatten: Bernhard Hendl. Der Österreicher mag wie eines der Nationalgerichte im Nachbarland heißen – er ist einer der besten Torhüter der Liga. Am 14. Spieltag setzte Trainer Thomas Stratos die etatmäßige Nummer eins Patrick Wiegers auf die Bank und ließ den 21-jährigen Hendl ran. Die Belohnung: Nur elf Gegentore in 13 Spielen, fünf mal zu null gespielt und die Kicker-Durchschnittsnote 2,73. Es bahnt sich ein Duell zweier Ausnahme-Torhüter an.

4. Maurice Deville, Lukas Kohler, Jaron Schäfer und Artur Schneider gegen die TSG Pfeddersheim

Samstag, 1. März, 16.30 Uhr. Im direkten Anschluss an das Drittligaspiel muss die U23 des FCS  zu Hause gegen die TSG Pfeddersheim. Mit dabei sind dabei vier Gesichter, die bislang im Kader der ersten Mannschaft standen: Deville, Kohler, Schäfer und Schneider. Während die Degradierung für Schäfer und Schneider eher weniger diskutiert wird, handelt es sich bei Kohler und Deville um Leute, die zu anderen Zeitpunkten in der Saison wohl sehr nahe an der ersten Mannschaft waren. Kohler besitzt nur einen Leihvertrag bis Saisonende, wurde von Fuat Kilic nach seinem Hackentrick in Heidenheim kritisiert. Deville wirkte zuletzt stark verunsichert und konnte nicht die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen. Bislang endete noch keine Degradierung in der laufenden Saison mit einer Rückkehr der betroffenen Spieler.

5. Der D-Block gegen seinen Ruf

Zum gefühlt 84. Mal gab es zum Heimspiel gegen Unterhaching den Versuch von Fans, das ehemalige Stimmungszentrum im Ludwigspark wiederzubeleben. Im D1 versammelten sie sich hinter dem Banner „D-Block“ und zeigten keine überragende Leistung auf dem Gebiet des Support, konnten wohl aber andere Teile des Stadions im richtigen Moment mitreißen. Im Abstiegskampf zeigt sich immer wieder aus Teilen der Fanszene der Wille, im Stadion für vermehrt traditionelle Anfeuerungsgesänge zusammenzustehen. Das Problem: Jedes Comeback des D-Block, seit es 2007 eine mehr als unnötige Pyroaktion gab, endete als kurzes Strohfeuer: Nach einem Zeitraum von drei bis vier Spielen verschwanden die D-Block-Gänger wieder ohne eine Spur zu hinterlassen. Diesen Ruf können die D-Blockler allein dadurch bekämpfen, dass sie auch jetzt weitermachen. Im Ludwigspark und auch auswärts. LuPa-Größen wie electrolutz haben zumindest bereits ihre Unterstützung angekündigt, ob Klaus-Meiser-Neffe Bernhard seinen Stammplatz im F-Block verlässt, ist ungewiss.

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