Die fünf wichtigsten Duelle: 1. FC Saarbrücken – SpVgg Unterhaching

image_59471. Fuat Kilic gegen Manuel Baum

Manuel Baum könnte Fuat Kilic als Vorbild dienen. Der 34-Jährige kam als Spieler trotz Karrierestart beim TSV 1860 München nie über den Amateurbereich hinaus. In der Saison 2011/12 assistierte er Trainer Heiko Herrlich bei der SpVgg Unterhaching, bis sich die Hachinger von ihm trennten. Bis zu diesem Januar bildete Manuel Baum zusammen mit Claus Schromm eine Art Doppelspitze auf der Bank der Rot-Blauen. Seit einer Umstrukturierung gibt Schromm den Sportdirektor, während Baum allein für die Mannschaft verantwortlich ist.

Der ehemalige Co-Trainer von Milan Sasic feiert auf Saarbrücker Seite seinen Einstand als hauptverantwortlicher Coach – wenn auch zunächst nur als Übergangslösung. Die Mannschaft hatte sich für den ehemaligen sportlichen Leiter der Sporthochschule Köln ausgesprochen. Für diesen könnte ein erfolgreicher Start an der Seitenlinie vielleicht auch Ambitionen wecken, es mal künftig als Cheftrainer zu probieren. Allzu schnell dürfte er nämlich nicht mehr eine Anstellung als Co-Trainer von Sasic finden – was sicher nicht an Kilic liegt.

2. Florian Heller gegen Timo Ochs

Das Münchner Stadtderby wird auf dem Rasen des Ludwigsparks ausgetragen. Auf Seiten des 1. FC Saarbrücken: Timo Ochs, 32 Jahre alt, Torhüter und immer noch bei vielen Fans von 1860 München geschätzt. Bei den Sechzgern verbrachte Ochs immerhin fast vier Jahre seiner Karriere – mit Unterbrechungen. In der Hinrunde erarbeitete sich Ochs auch bei den FCS-Fans einen tadellosen Ruf – die Gelegenheit diesen unter Beweis zu stellen fehlte zuletzt häufig.

Auf der Gegenseite: Florian Heller, 31 Jahre alt, Stürmer und aus der Jugend des FC Bayern München stammend. Dort reichte es nicht für den großen Durchbruch, als über Greuther Fürth (u.a. mit Trainer Eugen Hach), Aue und Mainz wurde er dennoch im Profifußball heimisch. Bei Ingolstadt zuletzt auf dem Abstellgleis soll er nun für Unterhachinger Angriffe sorgen und wird wohl in Saarbrücken spielen. Kann im Sturmzentrum spielen, war aber in seiner Karriere eher Bindeglied zwischen Stürmern und Mittelfeld.

3. Martin Forkel gegen Fabian Götze

Saarbrückens Routinier gegen Unterhachings Prominentesten. Läuft Martin Forkel erneut auf der Rechtsverteidigerposition auf, wird wohl das ein oder andere mal Fabian Götze seinen Weg kreuzen. Der Bruder von Bayern-Millionär Mario ist 23 Jahre als und spielt meist auf der linken Außenbahn. Nachdem es in Dortmund, Mainz und Bochum nur für die Zweite Mannschaft reichte, scheint es in Unterhaching zu passen: Götze gehört zur Stammformation der Rot-Blauen, erzielte in dieser Saison ein Tor und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Martin Forkel ist hingegen der Spieler, dessen Name auf dem „Game-Sheet“ bei vielen für Kopfschütteln sorgt, mochte niemand vor einem Jahr glauben, den 34-Jährigen dort je wieder zu sehen. Auf dem Platz geht das Kopfschütteln meist weiter, was eher mit den Positionswechseln des gelernten Rechtsverteidigers zusammenhängt. Sasic stellte ihn oft als zweiten Sechser auf, was einerseits durchaus zum kampfbetonten Spiel Forkels passte, aber auch spielerisch wenig einbrachte. Als Rechtsverteidiger vertritt Forkel Kim Falkenberg durchaus passabel, was aber auch an der Formschwäche von Spielern wie Tim Stegerer liegt.

4. Borussia Dortmund II gegen den Chemnitzer FC

Im Stadion Rote Erde findet ein nicht ganz unwichtiges Duell für den FCS statt. Der Tabellensiebzehnte, Borussia Dortmund II, trifft auf den Chemnitzer FC, derzeit auf dem 18. Tabellenplatz. Beide Mannschaften liegen neun, beziehungsweise acht, Punkte vor dem akut abstiegsbedrohten 1. FC Saarbrücken. Natürlich stimmt die alte Fußballerweisheit, dass man zunächst auf sich selbst schauen sollte. Aber derzeit geht für den FCS jeder zweite Blick auch in Richtung Tabelle und die Spielpaarungen an diesem Spieltag, bei denen auch weitere direkte Konkurrenten gegeneinander antreten, sind bedeutsam (Burghausen – Kiel).

5. Der 1. FC Saarbrücken gegen den vierten Abstieg in zehn Jahren

Zuletzt das offensichtliche Duell: Der FCS gegen den vierten Abstieg in nur zehn Jahren. Ursachenforschung, warum es in der saarländischen Landeshauptstadt eben nicht für Stabilität reicht, gab es in der Woche reichlich, auch die Saarbrücker Zeitung beschäftigte sich in einem Kommentar damit. Ob die Frage wirklich existenziell im Sinne von Klassenerhalt oder kompletter Neubeginn ist, spielt keine Rolle. Im Zweifelsfall werden alte Probleme wieder reproduziert, weil niemand einen darauf hinweist. Oder weil man immer zum „falschen Zeitpunkt“ von der Presse darauf hingewiesen wird. Oder weil man eine andere Ausrede benutzt.

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