Die fünf wichtigsten Duelle: VfL Osnabrück – 1. FC Saarbrücken

Osnabrück im Dezember 2012

Osnabrück im Dezember 2012

1. Andreas Glockner gegen seine ehemaligen Kollegen

Wenn ein Abgang der Winterpause etwas überraschend kam, dann der des Andreas Glockner. Verletzungsbedingt kam der Ex- und jetzt Wieder-Osnabrücker auf zwei Kurzeinsätze, in Duisburg war dieser allerdings ausgesprochen hoffnungsvoll. Milan „Kloppo“ Sasic sortierte Glockner dennoch aus, welcher als Einziger der Abgeschobenen die Entscheidung des Trainers sportlich nahm und versprach, sich über die U23 des FCS empfehlen zu wollen. Wenn denn keine Angebote anderer Vereine kämen.

Der VfL Osnabrück mit Maik Walpurgis entschieden sich dann doch für das Angebot. So bekommt die letztjährige Nummer zehn der Lila-Weißen und Nummer sieben der Blau-Schwarzen nun künftig die 32 auf den Rücken. Die Fans des VfL sind ihrerseits eher skeptisch ob des Rückkehrers, während die FCS-Fans noch Serkan Göcer im Hinterkopf haben. Glockner wird ähnlich motiviert sein.

2. Der VfL Osnabrück gegen Pöbler

Aber Probleme hat der VfL derzeit ohnehin mit dem Zwölften Mann. Einige Fans hatten den Spielplan der Sportfreunde Lotte, wenige Kilometer von Osnabrück entfernt, studiert und stellten fest: Viktoria Köln mit Claus-Dieter „Pele“ Wollitz tritt zum Auswärtsspiel an. Die Osnabrücker – noch tief verletzt ob des Abgangs von Pele und aufgebracht wie eine vor dem Altar verlassene Braut – waren der Meinung, die Pressekonferenz stören zu müssen. War peinlich für die Beteiligten, der VfL Osnabrück distanzierte sich.

3. Marcel Ziemer gegen Facebook

Der Star-Angreifer des 1. FC Saarbrücken saß gegen Stuttgart II zur Überraschung vieler nur auf der Bank, wirbelte später dann doch noch auf dem Platz und jedermann fragte sich: Warum? Die Zeitung präsentierte die Nachricht brühwarm aus dem Internet: Marc Lerandy, ehemaliger Kapitän des Vereins und Besitzer eines Facebook-Accounts, äußerte sich abfällig gegen Milan Sasic. Auf der Facebook-Seite von Marcel Ziemer.

Was unter Nutzern von ludwigspark.de, die teils schon Beleidigungen wie „dieser fette Cevapcici“ für angebracht und nicht etwa rassistisch halten, nur für ein Schulterzucken gesorgt hätte, ließ beim Spieler Ziemer viele Fans durchdrehen. Ziemer ließ seinen „Bro“ Lerandy via Profilbild in seine Facebook-Seite einziehen. In den Hintergrund gerät, dass Ziemers Platz auf der Bank Resultat der vorherigen Trainingswoche war. Dass Sasic eher auf Internet-Seiten der Spieler surft, als auf dem Trainingsplatz die Leistung zu beurteilen, scheint unwahrscheinlich. Ziemer möchte man als Fan eigentlich nur raten: Geh mal mehr ins Training, als auf Facebook und beeindruck uns mit Toren!

4. Der FCS gegen die Schiedsrichter

Ein weiteres Meta-Duell, gefüttert durch einen Artikel der BILD Saarland. Die hat ausgerechnet, dass aufgrund von Falschentscheidungen bei Elfmetern schon sieben Punkte dem FCS durch die Lappen gingen. Vermutlich. Denn niemand kann wissen, ob die Spiele bei nichtgegebenen Elfmetern nicht doch ganz anders ausgegangen wären. Hier würde eher der Schmetterlingseffekt als die Rechenspiele von Daniel Fischer greifen.

Doch was soll der FCS tun? Als Rudi Bommer 2006 die glorreiche Idee hatte, dem DFB eine DVD mit allen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter zukommen zu lassen, war Ignoranz noch die netteste Reaktion aus Schiedsrichterkreisen. Das war in der Zweiten Bundesliga, eine Liga darunter kommen noch jüngere Schiedsrichter zum Einsatz. Helfen könnte der Verband nur, wenn er dem FCS in den kommenden Spielen einige bundesligaerfahrene Schiedsrichter schickt. Das würde diesem Konflikt die Spannung nehmen.

5. Stefan Reisinger gegen Adriano Grimaldi

Ex-Düsseldorfer gegen Ex-Düsseldorfer. Der Deutsch-Italiener Adriano Grimaldi legte stark los, erzielte an den ersten elf Spieltagen sieben Tore. Danach fiel die Leistung des 22-Jährigen ab, erst am 20. Spieltag kam der nächste Treffer auf sein Torkonto. Gegen den 1. FC Saarbrücken dürfte sich Grimaldi Chancen ausrechnen, eine weitere Torflaute zu unterbinden.

Stefan Reisinger hat seinerseits zwar 142 Minuten im blau-schwarzen Trikot absolviert, wartet aber noch auf seinen Treffer. Der 32-Jährige soll als erfahrener Stürmer den 1. FC Saarbrücken anleiten, ihm den Abstieg ersparen und im besten Falle später im Verein tätig sein. Will er den Ansprüchen gerecht werden, muss er bald mal treffen.

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