Die fünf wichtigsten Duelle: 1. FC Saarbrücken – VfB Stuttgart II

AR-Vorsitzender Michael Arnold (Foto: Merl/Leuchtturm)

AR-Vorsitzender Michael Arnold (Foto: Merl/Leuchtturm)

1. Aufsichtsrat gegen Präsident

Obwohl wir hier den vorläufigen Ausgang bereits kennen, lohnt zunächst der Blick auf die Ereignisse der Woche. Kurz vor der ersten offiziellen Sitzung des neuen Aufsichtsrats zählte der neue Chef Michael Arnold FCS-Trainer Milan Sasic öffentlich an und nannte das Projekt Sasic „stark gefährdet“. Er gab allerdings auch zu, dass in letzter Instanz eben der Präsident, Hartmut Ostermann, über die Zukunft des Übungsleiters bestimme. Dieser gab am Mittwoch bekannt: Sasic bleibt trotz aller Kritik. „Wir sollten uns nicht in hektische Aktivitäten verstricken lassen“, so der Victor’s-Chef in der BILD Saarland.

Ein Punktsieg für den Präsidenten, aber auch ein Signal des neuen Aufsichtsrats, dass man seine Aufgabe sehr ernst nimmt und eben auch in Zukunft öffentlich Kritik üben wird. Wenn es die Aktualität erfordert.

2. Thomas Rathgeber und Philipp Hoffmann gegen Stefan Reisinger und Raffael Korte

Ein Positionsduell. Die Transferorgie der Winterpause hat zwei Spieler in den Hintergrund rücken lassen, die in der Hinrunde in einem Kollektiv des kollektiven Versagens mitunter noch zu den lobenswerten Ausnahmen zählten. Stürmer Thomas Rathgeber ist mit vier Treffern in 16 Spielen immerhin drittbester Torschütze und als klassischer Mittelstürmer auch als Einwechselspieler für ein Tor gut – in Elversberg saß er nicht einmal auf der Bank. Dort musste dafür Philipp Hoffmann 90 Minuten ausharren. Der vielseitig einsetzbare 21-Jährige war bis zu Ziemers fünftem Saisontreffer an der Kaiserlinde alleiniger bester Torschütze beim FCS. Warum Hoffmann in Elversberg draußen blieb, bleibt Sasics Geheimnis.

Rathgeber konkurriert theoretisch mit Neuzugang Stefan Reisinger, der in Elversberg eher alt aussah, um den Platz neben Ziemer im Sturm. Wahrscheinlich wird aber auch Rathgeber unter Sasic keine Rolle mehr spielen. Hoffmanns bevorzugte rechte Seite wird von Raffael Korte beackert, der trotz eines Zusammenstoßes mit François Marque im Training wohl am Samstag einsatzbereit ist. Es wird spannend anzusehen sein, ob Sasic sich im Abstiegskampf treu bleibt oder versuchen wird, aus der Mannschaft mit etwas Konkurrenzkampf bessere Leistungen herauszukitzeln. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest die Entwicklung von Talent Hoffmann nicht unter dieser Situation leiden wird.

3. Kevin Pezzoni gegen Marco Grüttner

Der ehemalige Kölner Kevin Pezzoni wird als Innenverteidiger am Samstag wohl mit der nicht gerade leichten Aufgabe konfrontiert sein, Marco Grüttner in Schach zu halten. Der gebürtige Ludwigsburger zählt im Team der „jungen Wilden“ des VfB Stuttgart II mit 28 Jahren zu den Ältesten im Team und zeigte in der vorherigen Saison bei den Stuttgarter Kickers bereits seinen Torriecher. Im Hinspiel (2:0 für Stuttgart II) markierte Grüttner bereits einen Treffer und auch wenn er beim 4:1-Sieg über Rostock am vergangenen Spieltag selbst nicht traf, war er doch an zwei Treffern beteiligt. Einmal holte er einen Strafstoß gegen Hansa heraus, beim 3:1 von Manuel Janzer gab Grüttner die Vorlage.

4. Der FCS-Sturm gegen das Stuttgarter Tor

Es ist vielleicht kein wirklich hervorstechendes Duell, aber es soll erwähnt werden, dass der FCS zuletzt am 19. August 2011 ein Tor gegen den VfB Stuttgart II erzielte. Der damalige Kapitän Stephan Sieger traf in der 45. Minute bei den kleinen Schwaben, verschoss später sogar noch einen Strafstoß. Danach blieben die FCS-Stürmer in vier Begegnungen mit dem VfB II ohne einzigen Torerfolg. Die beiden einzigen aktuellen FCS-Akteure, die sich noch an ein Tor gegen die Mannschaft aus Stuttgart erinnern können, sind Marcel Ziemer und Martin Forkel.

5. Milan Sasic gegen den Rest der Welt

Der Aufsichtsratsvorsitzende erklärt das Projekt Sasic für „gefährdet“, die BILD Saarland spekuliert offen über einen Nachfolger Jens Kiefer. Trainingskiebitze sind erbost über Sasics Geheimtraining. Aus den altbekannten „heißen Quellen“ heißt es, Teile der Mannschaft haben Angst vor Sasic. Und auch in den Sozialen Netzwerken bröckelt der Rückhalt für den Trainer aus Karlovac. Eigentlich hätte es also auch für einen Vorbericht mit fünf Duellen, in denen es nur um Milan Sasic geht, gereicht. Die Situation ist vor dem Heimspiel gegen Stuttgart denkbar angespannt. Bei all dem darf man aber nicht vergessen, dass nicht wirklich der ganze Rest der Welt gegen ihn sein kann: Der FCS-Trainer ist immerhin kein Lastwagenfahrer, dem der fahrbare Untersatz entwendet wurde. Und auch Präsident Ostermann und die sogenannten „Sasic-Jünger“ aus dem ludwigspark.de-Gästebuch haben vorerst weiter ihre Unterstützung signalisiert.

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