From worst to best: Winterneuzugänge von 2004 bis 2013

Jonathan Jäger

Jonathan Jäger

Eine Auflistung aller Winterneuzugänge von 2004 bis 2013 beim 1. FC Saarbrücken. Ohne den Anspruch auf Objektivität, Gerechtigkeit oder gar Allgemeingültigkeit. Ignoriert wurden Spieler, die aus der zweiten Mannschaft oder der Jugendabteilung in die erste Mannschaft befördert worden sind. Die Einsätze werden nur für Ligaspiele erhoben.

17. Kiyan Soltanpour – 2013

Peinlichster Transfer der Luginger-Ära. Wurde als Ersatz für Marcel Ziemer während dessen verletzungsbedingter Auszeit angekündigt. Im Nachgang versuchte sogar der Verein es so aussehen zu lassen, als sei Soltanpour von Anfang an für die U23 vorgesehen gewesen. Und selbst dort fand er nicht ins Spiel. Vier Einsätze, null Tore.

16. Guillaume Deschamps – 2007

Einzig der Nachname hat was mit Fußball zu tun. Bitterster Neuzugang der Abstiegssaison 2006/2007 und lässt bis heute noch schlechte Erinnerungen an die damalige Einkaufspolitik, sowie die enge Bindung an soccer and more aufkommen. Fünf Einsätze, eine Gelbe Karte, null Tore.

15. Christian Nzinga – 2007

Bitte wer nochmal? Null Einsätze.

14. Matej Sucurovic – 2005

Wurde als hoffnungsvolles Talent für die linke Abwehrseite gepriesen. Kam auf sagenhafte 45 Minuten 2. Bundesliga und eine Gelbe Karte. Einsätze in der U23 scheiterten an der Ausländerbegrenzung in der Oberliga Südwest.

13. Peter Buljan – 2004

Eugen Hachs Australokroate traf immerhin im Saarlandpokal. In der Liga blieb er blass. Elf Einsätze, null Tore.

12. Sven Krause – 2010

Leihgabe aus der Weltstadt Paderborn. Netzte in sechs Spielen in der 3. Liga immerhin einmal ins gegnerische Tor ein.

11. Stephan Kling – 2005

Der heutige Teammanager kam unter Horst Ehrmantraut vom Hamburger SV, seine Vergangenheit in der Bayernjugend heizte die Erwartungen noch zusätzlich an. Nach drei richtig guten Einsätzen ging es aber für den Linksverteidiger mit der Mannschaft steil bergab. Kam verletzungsbedingt in zweieinhalb Jahren FCS nur auf 34 Einsätze und ein Tor.

10. Ivan Dudic – 2006

Sollte unter Bommer den Sturm neu beleben, konnte im Abstiegskampf aber keine großen Akzente mehr setzen und blieb im Schatten des zweiten Stürmers, der im Winter 2006 geholt wurde (siehe Platz 1). Durfte immerhin das bis heute letzte Tor für den FCS in der 2. Bundesliga erzielen. Sieben Einsätze, zwei Tore.

9. Adam Straith – 2012

Der kanadische Nationalspieler sollte die Abwehr wahlweise als linker Verteidiger, Innenverteidiger oder rechter Verteidiger stabilisieren. Das gelang ihm auch zeitweise, allerdings blieb er zu unkonstant, war technisch zu limitiert und musste deshalb im Sommer 2013 gehen. 37 Einsätze, ein Tor.

8. Kai Gehring – 2011

Wie Straith, nur ein Jahr vorher und in deutsch. 33 Einsätze, drei Tore.

7. Philipp Wollscheid – 2008

Der heutige Leverkusener und Saarsportler des Jahres wird gerne von eher sachunkundigen Freunden trivialer Fakten, die bei Wer-Wird-Millionär? auch an der 1000-Euro-Frage scheitern würden als „Der Spieler, den der FCS nicht wollte“ zur Schau gestellt. Dabei war Wollscheid als damals 18-Jähriger sicher nicht schlecht. Seine Probleme waren vielmehr: 1. Wollscheid wurde vom Sturm bis in die Abwehr durchrotiert. 2. Mangelnde Trainingsdisziplin (die bekam er erst in Nürnberg). 29 Einsätze, drei Tore.

6. Alexis Genet – 2006

Kam aus Lyon, sollte im Abstiegskampf einer Abwehr zur Stabilität verhelfen, in der schon Philipp Haastrup und Hany Ramzy vergeblich wirkten. Das sah zu Beginn auch ordentlich aus, dennoch kam in seiner zweiten Saison irgendwann in einer absurd zusammengestellten Mannschaft der vermeidbare Leistungseinbruch, der sich auch nach seinem Wechsel nach Siegen fortsetzte. Verschwand danach gänzlich von der Fußballbühne. 42 Einsätze, ein Tor.

5. Florian Hornig – 2008

Manuel Hornigs Bruder sollte unter Alfred Kaminski in der Saison 2007/2008 doch noch irgendwie dabei mithelfen, den vierten Platz und damit die Qualifikation für die neue Regionalliga zu schaffen. Startete vielversprechend mit zwei Toren in Pirmasens, schien aber mit dem Wechsel seine Nervenstärke vor dem Tor eingebüßt zu haben. 14 Spiele, vier Tore.

4. Taifour Diane – 2004

Wurde von Eugen Hach 2004 aus alter Verbundenheit zum dritten Mal zum FCS gelotst, was zunächst für viel Kopfschütteln sorgte. Wurde nach nur acht torlosen Einsätzen in der Rückrunde 2004 als totaler Flop eingestuft, als er dann plötzlich nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Mannschaften wie Frankfurt und Köln abschoss und über Nacht zum Publikumsliebling wurde. 42 Spiele, acht Tore.

3. Tobias Rott – 2009

Wurde in einer Rückholaktion vom Oberligakonkurrenten Mettlach 2009 verpflichtet. Stammkeeper Enver Marina fiel die gesamte Rückrunde aus, weshalb Dieter Ferner erfahrenen Ersatz brauchte. Der Neuwieder machte seine Arbeit unaufgeregt und souverän und trug seinen Anteil zum Aufstieg bei. Kuriosum: Durch ein Nachholspiel des 18. Spieltags 2008/2009 stand er an diesem für zwei unterschiedliche Mannschaften auf dem Platz – einmal Mettlach, einmal Saarbrücken. 14 Einsätze, sieben mal zu null gespielt.

2. Markus Fuchs – 2010

Dieter Ferner benötigte in der Saison 2009/2010 dringend einen klassischen Mittelstürmer – gefunden ward Markus Fuchs. Der stand nie unter dem Verdacht das größte läuferische Talent seiner Mannschaft zu sein, allerdings wusste er eben gut genug, wo das Tor steht. 56 Einsätze, 13 Tore.

1. Jonathan Jäger – 2006

An ihm lag es sicher nicht, dass der FCS zweimal in Folge absteigen musste. Aus der Jugend des FC Metz stammend wurde der vertragslose Stürmer im Anfang 2006 verpflichtet und ließ als einer von wenigen die Hoffnung auf den Klassenverbleib aufleben. Wurde ein Jahr später gar Torschützenkönig der Regionalliga, geholfen hat es nichts. Der beste und zugleich tragischste Neuzugang der Winterpause. 45 Einsätze, 22 Tore.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 2013/14, Geschichte, Worst-Best abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.