Vorbericht: SV Wehen-Wiesbaden – 1. FC Saarbrücken

Wiesbaden. Außer für das Bundeskriminalamt (BKA) ist die hessische Hauptstadt für relativ wenig bekannt. Und nicht wenige wissen überhaupt, dass Wiesbaden die Hauptstadt Hessens ist. Trotzdem zieht es nicht nur die Radsportler 2013 dorthin, sondern auch mal wieder den 1. FC Saarbrücken. Zum Leidwesen vieler Fans, da bislang noch kein Punkt aus der sagenumwobenen BRITA-Arena entführt wurden. Sei’s drum, irgendwann gibt es immer ein erstes Mal.

Der Gegner:

Der SV Wehen-Wiesbaden blickt auf eine Saison zurück, aus der man sicher gerne mehr mitgenommen hätte, die am Ende doch versöhnlich zu werden scheint. Zwischen dem zweiten und dem 15. Spieltag blieben die Hessen ohne Sieg und drohten erneut eine Seuchen-Saison (wie 2011/12) zu durchleben. Aber nicht in diesem Jahr: Zuletzt vier Siege aus fünf Spielen untermauerten die neue Stabilität in der Mannschaft von Peter Vollmann. 48 Punkte bedeuten den siebten Tabellenplatz und Abstand zu beiden Enden der Tabelle. Interessanterweise scheint auch ein alter Bekannter nicht unwesentlich am späten Aufschwung beteiligt: Marcus Mann fiel zwischen dem siebten und dem 20. Spieltag verletzt aus, ist aber seit seiner Rückkehr im defensiven Mittelfeld gesetzt. Der 29-Jährige, der vor einigen Jahren aufgrund der sportlichen Perspektive das rot-schwarze Hemd dem Blau-Schwarzen vorzug, macht seine Sache derzeit ganz ordentlich.

Die Transferaktivitäten:

So wenig Abwechslung auf dem Platz es bei den Unentschiedenkönigen der Liga im Winter gab, so blieb es auch auf dem Transfermarkt eher ruhig. Stürmer Steffen Wohlfahrt zog es nach Schottland zum Ross County FC, Thorsten Burkhardt blieb in der Liga und ging nach Burghausen. Als einziger Neuankömmling ist Martin Röser (Wormatia Worms) zu verzeichnen. Der talentierte 21-jährige Mittelfeldspieler zog sich allerdings nach drei Kurzeinsätzen für Wiesbaden einen Kreuzbandriss zu.

Der FCS:

Diskutiert mögliche Neuzugänge. Dabei rühmen sich die Zeitungen mit der investigativen Leistung, einen möglichen Kandidaten für den Sturm (Timmy Thiele, Alemannia Aachen), beim FCS-Training als Zuschauer in Kevin Maeks Golf entdeckt zu haben. Chapeau, einen konspirativen Raum wie diesen VW Golf muss man erst einmal auffliegen lassen!

Aber zurück zu den ernsten Dingen: Der 1. FC Saarbrücken hat tatsächlich in der BRITA-Arena noch keinen einzigen Punkt ergattert. Ob das an der Ehrfurcht liegt, mit der die Spieler dieses bauliche Meisterwerk betreten? Schließlich galt jahrelang das „Wiesbadener Modell“ als mögliche Lösung für einen Stadionneubau in Saarbrücken und auch so mancher ehemalige FCS-Pressesprecher wechselte sein Metier, um den Bau aus der Nähe zu betrachten. Aber der Stadionneubau ist bekanntlich derzeit so wahrscheinlich wie ein Engagement von Lothar Matthäus in der Bundesliga.

Der einzige Punktgewinn des 1. FC Saarbrücken beim SVWW liegt übrigens fast zehn Jahre zurück: Am 7. November 2003 gab es beim damals noch als „SV Wehen Taunusstein“ bekannten Verein ein 1:1 – und damals spielte man auch noch tatsächlich in Wehen im Stadion am Halberg. Trainer des 1. FC Saarbrücken war zu jener Zeit Stanislav Levy – auch ein Grund, warum sich dieses Datum nicht ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben dürfte.

Die Prognose:

Ein knappes 1:0 für den 1. FC Saarbrücken – irgendwann muss es ja klappen und vielleicht darf ja noch ein Aachen-Spieler von Kevin Maeks Auto aus zuschauen.

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