Vorbericht: Wiedersehen mit Zimmermann

Zwei Tore von Markus Fuchs, eins von Manuel Stiefler – das 3:0 gegen Hansa Rostock am 16. April 2011 war vielleicht das beste Spiel der Ära Luginger. Nicht wenigen Gästefans wurden die Aufstiegspläne damals zumindest kurzzeitig durchkreuzt – und Nico Zimmermann leistete sich als Lenker und Denker im Mittelfeld einen Gala-Auftritt. Zwei Jahre später ist Zimmermann als Leihspieler in Rostock angekommen, die Hansa-Kogge befindet sich immerhin nicht mehr ganz so gefährlich nah am Abstiegsstrudel. Beim FCS ist eigentlich alles wie immer.

Der Gegner:

Hansa Rostock hatte sich als Absteiger traditionell viel vorgenommen, darf aber im Grunde froh sein, dass die Rückkehr in die Drittklassigkeit wohl kein Durchreichen à la Aachen sein wird. Mit Wolfgang Wolf in die Saison gestartet, gab es früh eher enttäuschende Ergebnisse. Anfang September war Schluss für den Ex-Wolfsburger und -Kaiserslautrer und Marc Fascher nahm auf dem Trainerstuhl platz. Unter ihm gab es zum Einstand zwar drei Siege in Folge, allerdings dann auch vom 17. bis zum 28. Spieltag neun sieglose Partien (wenn man in der zeitlichen Reihenfolge bleibt, da es mehrere Spielverschiebungen gab). Fascher stand bereits kurz vor dem Rauswurf, dürfte Rostock und sich aber nun gerettet haben. Unter anderem gelang dem letzten DDR-Meister in Aachen ein 4:3-Sieg – in der Schlussviertelstunde drehte Rostock einen 1:3-Rückstand im neuen Tivoli.

Die Transferaktivitäten:

Chaotisch wie der Saisonverlauf ging es auch in der Kaderplaung des FC Hansa zu. Teilweise wurden Sommer-Neuzugänge (Rick Geenen, Denis Berger, Patrick Wolf) im Winter von Fascher degradiert und zur zweiten Mannschaft gesteckt. Nach Rostock wechselte dafür Tommy Grupe von Preußen Münster. Zudem gab es eine Reihe von Leihgeschäften: Marice Trapp kam von Union Berlin, Philipp Klement aus Nürnberg und Collin Quaner aus Ingolstadt. Drei Spieler im Alter zwischen 19 und 21 Jahren, die in Rostock im besten Falle Spielpraxis für ihre Stammvereine sammeln. Anders sieht es für Nico Zimmermann aus. Der ist bereits 26 Jahre alt und kam zuletzt beim VfR Aalen auf insgesamt 22 Minuten 2. Bundesliga in der Hinrunde. Der Traum von der Bundesliga scheint für den Ex-Saarbrücker ausgeträumt, immerhin schaffte er es mit vier Vorlagen in zehn Spielen an frühere Drittligaleistungen anzuknüpfen. Rostock könnte für ihn die allerletzte Chance sein, sich im Profifußball zu etablieren.

Der FCS:

Redet auf einmal von einstelligen Tabellenplätzen. Einen größeren Beweis für die Parallelen zur Saison 2010/11 braucht es an dieser Stelle nicht.

Die Prognose:

Konsequenterweise kann das Ergebnis morgen nur lauten: 3:0.

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