Vorbericht: Big Points

200px-Stuttgarter_Kickers_Logo.svgBig Points. Könnte ich jetzt mit „große Punkte“ übersetzen, denn „big“, da denkt fast jeder an groß. Dass sich der englischsprachige Begriff im Sportjournalismus solcher Beliebtheit erfreut, liegt an der anderen Bedeutung: Wichtige Punkte. Wie etwa ein Sieg gegen die Stuttgarter Kickers. Das wären wirklich wichtige Punkte.

Der Gegner:

Als Aufsteiger wurden die Kickers vor Saisonbeginn als Abstiegskandidat gehandelt und dieser Eindruck wurde auch bestätigt. Im November trennten die Schwaben sich nach anhaltendem Misserfolg von Aufstiegstrainer Dirk Schuster, der langjährige Sandhausen-Trainer Gerd Dais übernahm nach der Übergangsphase mit Guido Buchwald das Ruder. Zum Einstand brachte das sieben von neun möglichen Punkten zum Jahresauftakt, danach aber zwei deutliche Niederlagen gegen wiedererstarkte Aachener und die Aufstiegsaspiranten aus Osnabrück.

Aktuell sind die Stuttgarter genau drei Punkte hinter dem FCS. Zwei Nachholspiele (Bielefeld, Dortmund II) könnten allerdings dafür sorgen, dass die Kickers noch vorbeiziehen – genau aus dem Grunde geht es morgen auch um „Big Points“.

Die Transferaktivitäten:

Fabian Baumgärtel (in der Hinrunde von Fürth an Aachen ausgeliehen), Nicolai Groß und Daniel Engelbrecht kamen alle als Leihgeschäft und haben bislang nur als Ergänzungsspieler gewirkt. Getrennt haben sich die Kickers vom eher unauffälligen Stürmer Peter Sprung.

Der FCS:

Bewegt sich in der Fanszene wieder sicher und mit vor Stolz geschwellter Brust nach dem Erfolg in Erfurt. Nebenschauplätze, wie die berechtigte (hier kann man nachlesen warum) Rote Karte für Manuel Stiefler, zeigten, dass die Fans beherzt und mit Leidenschaft bei der Sache sind, aber nicht immer beim Wesentlichen bleiben. Das nennt man in Fachkreisen „Mariotto-Syndrom“.

Die Mannschaft zeigte in Erfurt zum Glück ganz andere Seiten von sich: In Unterzahl setzten die Blau-Schwarzen präzise die von Luginger gewählte Taktik „Auf Konter lauern“ um. Freilich keine weltumstürzende Innovation, allerdings scheinen die letzten Wochen gezeigt zu haben, dass Luginger in der Not nun endlich seine Taktik an äußere Umstände anpasst. Das habe ich lange vermisst.

Nun fehlen aber leider Ufuk Özbek und Manuel Stiefler. Darum wäre es an der Zeit, wieder einen anderen Spieler aufzubauen und ihm die Chance zu geben, sich wieder in die Stammelf zu spielen (siehe auch hier).

Die Prognose:

Die Kickers unter Dais zeigen ihre größten Leistungen vor allem gegen direkte Konkurrenten (mit Ausnahme der wundersam wiedererstarkten Aachener, die sicher auch bis Saisonende die Finanzlage eines Bundesligisten aufweisen können). Allerdings klappte es auch in der Hinrunde im GAZI-Stadion unter dem Stuttgarter Fernsehturm. Das Erfolgsrezept: Wie in Erfurt die frühe Führung suchen und taktisch diszipliniert bleiben.

N. B.: Das Spiel wird für alle (Teilzeit-)Exilanten auch im Netz übertragen: Link.

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