Vorbericht: An die schöne Salzach

200px-Wacker_Burghausen.svgAm Samstag geht es für den 1. FC Saarbrücken und hauptsächlich einige wenige Fans nach Burghausen, einer Fußballmetropole an der Grenze zur Fußballgroßmacht Österreich. Ein Spiel, von dem die Medien sagen: „Punkten ist Pflicht.“ Da haben die vermutlich sogar recht mit, aber in letzter Zeit kamen die Spieler des 1. FC Saarbrücken ja auch nicht unbedingt immer ihren Pflichten nach.

Der Gegner:

Wacker Burghausen wird seit Anfang der Saison vom Ex-Bundesligaspieler und Neu-Trainer Georgi Donkov betreut und belegt derzeit einen soliden neunten Tabellenplatz. Ein Quantensprung, beschäftigten die Bayern doch vor wenigen Jahren noch einen Mario Basler. Nach einem eher schwachen Saisonstart ist Wacker zwischenzeitlich bis auf den fünften Rang vorgedrungen, hat zuletzt aber seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen. Gegen den Tabellenvorletzten (Dortmund II) und den Tabellenletzten (Darmstadt) kam Burghausen jeweils nicht über die Punkteteilung hinaus. Die Premierensaison von Donkov dauert an – eine Tendenz ist hier noch nicht erkennbar.

Die Transferaktivitäten:

In der Winterpause kamen mit dem jungen Stürmer Asmiou Ayewa (Al-Nasr) und Routinier Thorsten Burkhardt (Wehen) zwei Spieler, die wohl nur bedingt als Verstärkung angesehen werden können. Zuletzt kam Burkhardt nur auf Einsätze in der Hessenliga, Ayewa hat hingegen im Sturm einige Konkurrenten, was bei Donkovs 4-2-3-1-System wohl die Rolle als Ergänzungsspieler bedeutet. Nicht verpflichtet wurde Chhunly Pagenburg von Eintracht Trier, was ein wenig verwundert, da Burghausen längst zur bayrischen Filiale ehemaliger Moselindianer geworden ist (Cinar, Senesie, Kulabas). Verlassen hat den Verein nach nur einem halben Jahr hingegen Jonas Strifler gen Bielefeld.

Der FCS:

Ist angespannt. Das „Lazarett der Liga“ kämpft aktuell mit sieben Verletzten, mit Tim Kruse ist zudem ein zusätzlicher Dauerverletzter hinzugekommen. Ein Umstand, der Jürgen Lugingers Personalpläne einschränkt und auch Adam Straith wieder näher an das Team rücken lässt. Die defensive Leistung gegen Dortmund erfüllte nicht die Anforderungen an die 3. Liga, was angesichts der fortgeschrittenen Dauer der aktuellen Saison Fragen aufwirft, die wir aber jetzt mal einfach links liegen lassen.

Interessant vielleicht noch der Hinweis auf die offene Aussprache am vergangenen Mittwoch, der ich nicht persönlich bewohnen konnte, von der mir aber die üblichen Verdächtigen berichteten: An sich ganz gut und größtenteils ordentlich, Marc Lerandy vielleicht stellenweise etwas zu dünnhäutig und Claudio Mariotto mit zu vielen Redeanteilen, ohne wirklich was Inhaltliches zur Veranstaltung beizutragen. Vermutlich war so eine Aussprache dann doch das bessere Idee als die gescheiterten „Zusammenhalt“-Aktionen der letzten Jahre. Aber sich auf beiden Seiten noch ausbaufähig.

Die Prognose:

Ist schwierig. Burghausen ist derzeit in schwächenlnder Form, der FCS personell ausgedünnt. Die Erfahrung zeigt, dass auf Aktionen zur Stärkung des Zusammenhalts von Spielern und Fans stets Siege folgen – aber am Ende oft das Verfehlen des Saisonziels. Wenn es dieses Jahr mal umgekehrt läuft, hab ich nichts einzuwenden. Aber ein Sieg in Burghausen wäre angesichts der Wochen danach mehr als wichtig.

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