Vorbericht: Das muss gewonnen werden

200px-Borussia_Dortmund_logo.svgWenn der Wettergott mitspielt – das tut er auf seine Weise derzeit nicht wirklich vorbildlich, aber immerhin – heißt der kommende Gegner Borussia Dortmund II. Am Rande konnte man in dieser Woche davon Notiz nehmen, denn das eigentliche Gesprächsthema ist derzeit bekanntlich ein anderes. Aber nehmen wir uns doch mal die Zeit, die sportliche Seite näher zu betrachten.

Der Gegner:

Borussia Dortmund II, im offiziellen Sprachgebrauch die U23 des amtierenden Deutschen Meisters, ist der Aufsteiger aus der Regionalliga West in die 3. Liga und nun als Tabellenvorletzter ein heißer Anwärter auf einen der drei Abstiegsplätze – so weit, so langweilig. Mit 20 Punkten aus 23 Spielen stehen die Dortmunder auch unter dem entsprechenden Druck, nun jeden verfügbaren Punkt ergattern zu müssen. Und nun das Detail, vor dem der FCS vielleicht gewarnt sein sollte: 2011/12 hatte der BVB II vor Beginn der Rückrunde 14 Punkte Rückstand auf den damaligen West-Tabellenführer Lotte. Das Team von David Wagner weiß also zu überraschen.

Die Transferaktivitäten:

Ob es nun ein Aderlass ist oder die Befreiung von Altlasten, Dortmund hat in der Winterpause fünf Spielern den Vertrag aufgelöst. Einer davon heißt bekanntlich Kiyan Soltanpour (manchen Quellen zufolge auch Sultanpour) und trägt nun einen blau-schwarzen Arbeitsanzug. Generell scheinen ein paar Spieler weniger dem BVB nicht zu schaden, war doch in der Hinrunde wenig Konstanz und Eingespieltheit auf dem Platz zu sehen. Das liegt wohl auch daran, dass man auf den Fundus des großen Bundesliga-Bruders zurückgreifen kann. In dieser Saison liefen schon Sven Bender oder Oliver Kirch in der 3. Liga auf.
So ganz ohne eigene Verstärkung ging es dann doch nicht: Der immer mal wieder beim FCS gehandelte Christian Knappmann, immerhin stolze 31 Jahre alt, kam aus Wuppertal und soll den bislang eher mäßigen Sturm aufpeppen. Bislang kam er aber nur eine Reservistenrolle zugedacht.

Der FCS:

Bei den Untoten aus Aachen spielte der FCS eher bescheiden und brachte die sonst sehr ausgewogene und differenzierte Ludwigspark.de-Spielerbewertung fast zum Explodieren. Benedikt Fernandez (Note 2,5) einmal ausgeklammert, bewegte sich das Notenspektrum der restlichen Blau-Schwarzen zwischen einer akzeptablen 4,2 (Eggert und Kohler) und eher mangelhaften 5,1 (Soltanpour).
Fernandez, von den Fans damit geadelt, fühlte sich sogleich berufen via TV-Kamera die mangelhafte Einstellung seiner Mit-Profis zu kritisieren. Kapitän Marc Lerandy berief ein Mannschaftstreffen ein. Und Jürgen Luginger, den ich zu Saisonbeginn noch für einen ansatzweise modernen Taktikfuchs hielt, ließ sich jetzt dazu hinreißen, via BILD Saarland einen Spielertyp à la Marcel Rozgonyi zu fordern: „Für den Erfolg brauchst Du aber auch andere Typen.“
Spätestens jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Leute eher über die beschämende Stadionposse reden, um sich von der beschämenden sportlichen Leistung abzulenken, oder umgekehrt.

Die Prognose:

Unter dem Strich treffen zwei Mannschaften aus der Gefahren- und Abstiegszone aufeinander, für die es in den kommenden Wochen um Alles geht. Die aber beide noch nicht den Eindruck vermittelt haben, bestens dafür gerüstet zu sein. Letztlich werden wohl die Platzverhältnisse ein entscheidendes Wort mitreden – und da ist beim FCS die Erfahrung mit einem matschigen Ludwigspark als größer einzustufen. Ein Hoch auf die rasenheizungsfreie Anlage!

PS: Der neue Leuchtturm erscheint und auch wenn die Bitte sicher unbequem ist: Verkäufer und Helfer sind dringend gesucht und möchten sich bitte unter redaktion – at – fcs-leuchtturm.de oder via Facebook melden!

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