Warum Jürgen Luginger bald fliegt…oder doch nicht.

Ich gebe zu, da habe ich mich vielleicht etwas weit aus dem Fenster gelehnt. Ich habe auf Twitter die T-Frage zur Wette erhoben:

Den Zuschlag bekam der alte Oberliga-Boykotteur Nauwiesbande, der Wetteinsatz ist eine leckere Frikadelle des Catering-Unternehmens, das und im DFB-Pokal nicht ganz problemlos das Wasser reichte. Da es bereits Dienstagabend ist, werde ich meine Wette möglicherweise verlieren.

Die Tatsache, dass ich die T-Frage gestellt habe, hat wenig damit zu tun, ob ich Luginger-Hasser oder Luginger-Verteidiger bin. Objektiv gesehen verteidigen meine Texte eher die Gesamtlinie von Jürgen Luginger, kritisieren durchaus aber einzelne Entscheidungen. Ich halte wenig von dem eher emotionalen Diskurs über Jürgen Luginger. Es geht vielen Diskussionsteilnehmern auf ludwigspark.de da eher darum, welche User sie eh nicht mögen oder darum, möglichst eloquent und mit allen Mitteln der Rhetorik ihr Gegenüber an die Wand zu nageln – kann man machen, ist auf Dauer aber nichts für’s Nervenkostüm. Und schon gar nicht irgendwie sachdienlich.

Aus diesem Grund will ich einfach mal die zehn ersten Gründe nennen, warum Jürgen Luginger in absehbarer Zeit Geschichte sein könnte oder eben doch nicht. Die Reihenfolge spiegelt dabei nicht die Wertigkeit der Argumente wieder, sondern die Reihenfolge, in der sie mir eingefallen sind. Die einzige Bedingung der Argumente: Sie sollen möglichst sachlich sein und keine Phrasen wie „Luginger ist halt kein Aufstiegstrainer“ sein.

Jürgen Luginger fliegt bald, weil:

  • der 1. FC Saarbrücken 2012/13 zu heimschwach ist.
  • die Leistungsdichte innerhalb der 3. Liga sehr hoch ist und der FCS bereits jetzt gegen vermeintlich gleichstarke/schwächere Mannschaften klar und deutlich verliert.
  • das Ziel, die Defensive zu stärken, bislang nicht aufgegangen ist.
  • er zu spät oder gar nicht die richtigen Personalentscheidungen trifft – wie die Absetzung von Enver Marina.
  • seine Offensivtaktik ohne Marcel Ziemer nicht aufgeht.
  • bislang zu viele Neuzugänge ohne effektive Wirkung blieben.

Oder aber: Jürgen Luginger bleibt noch einige Zeit Trainer beim 1. FC Saarbrücken, weil:

  • bei vielen Niederlagen in dieser Saison der Zufall (Schiedsrichterentscheidungen, individuelle Fehler) eine Rolle spielte.
  • die Mannschaft im Mittelfeld der Tabelle steht und damit im Soll ist.
  • der FCS in dieser Saison bereits viel Verletzungspech hatte.
  • seine Personalentscheidungen bislang Konsequenz hatten und nicht überstürzt waren.
  • er noch einen langfristigen Vertrag besitzt und eine Beurlaubung den Verein Geld kosten würde.

Das sind vielleicht nicht alle Argumente, meiner Meinung nach aber die wichtigsten, die in einer Sachdebatte Geltung haben sollten. Ob mich obiger Tweet eine Frikadelle kostet oder ob ich doch meine Wette noch gewinne, sehen wir am Samstag.

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