Vorbericht: Heimauftakt gegen Osnabrück

Gegner am Samstag: Der VfL Osnabrück

1. FC Saarbrücken gegen den VfL Osnabrück. Was hatten sich die Zuschauer beider Vereine vor Beginn der letzten Saison nicht alles erhofft! Der FCS hielt den Relegationsplatz immerhin noch bis zum 22. Spieltag, in Osnabrück musste sich der Zweitligaabsteiger auch bald damit abfinden, noch ein weiteres Jahr Drittligist zu bleiben. Der Aufstieg soll dennoch kommen, wenngleich nicht unter Uwe Fuchs, der im Dezember 2011 seinen Hut nehmen musste. Nachfolger wurde Claus-Dieter, genannt „Pélé“, Wollitz, der zuvor seinen Abgang in Cottbus forciert hatte.

Geänderte Voraussetzungen in Osnabrück. Auf Pélé Wollitz lasten Hoffnungen, aber auch Erwartungen, die sich als erdrückend herausstellen könnten. Von 2004 bis 2009 arbeitete er bereits an der Bremer Brücke. Die Rückkehr des einstigen Erfolgtrainers im Dezember 2011 weckte in Osnabrück die Erinnerungen an diese Zeiten – und sind der Gradmesser für das Abschneiden in der Saison 2012/13. Wollitz hat das Vertrauen des Vereins bekommen, konnte sich seinen Kader fast komplett neu zusammenstellen.

Am ersten Spieltag siegte der VfL gegen Aufsteiger Dortmund II mit 2:0, in der Startelf dabei acht Neuzugänge. Unter den Auffälligen war unter anderem Rückkehrer Gaetano Manno. Der nominelle Rechtsaußen wurde von Wollitz auf die linke Seite gestellt, wirbelte ordentlich herum und erzielte das 1:0. Ebenfalls zurückgekehrt ist Rechtsverteidiger Paul Thomik, der von 2007 bis 2009 unter Wollitz lila-weiß trug und direkt zum Kapitän bestimmt wurde. Gänzlich neu ist der ungarische Junioren-Nationalspieler Dániel Nagy, der vom HSV kam und im Mittelfeld die Fäden zieht. Dass Qualität in allen Mannschaftsteilen Osnabrücks zu finden ist, beweist nicht zuletzt der Torhüter Manuel Riemann, der gegen den BVB II bereits seine Klasse andeutete.

Beim FCS redet das Umfeld nach dem Auftaktsieg von Stuttgart vor allem über Verletzungssorgen. Nach Marius Laux und Manuel Stiefler ist mit Marcel Ziemer nun der dritte Offensivmann ausgefallen. Ziemer wird dem FCS in etwa zwei Monate fehlen. Torgefährlich, mit Spielübersicht ausgestattet und sowohl in der Sturmspitze, als auch dahinter einsetzbar – auf keinen anderen FCS-Spieler treffen diese Attribute derzeit zu.
Als mögliche Ersatzleute kursieren drei Namen: Marcel Sökler, Felix Dausend und Markus Hayer. Jürgen Luginger ist dafür bekannt, Positionen gerne etwas unkonventionell zu besetzen. Tim Kruse machte er zum Innenverteidiger, Tim Stegerer zum Linksverteidiger. Beides ging in der Vorbereitung und in Stuttgart gut auf.

Bei der Frage, mit welcher Offensivereihe Luginger wohl am meisten überraschen könnte, kam mir folgende interessante Variante als Idee:
———————-Kohler———————-
——-Sökler——–Özbek——–Hayer——-

Lukas Kohler, meist als Linksverteidiger oder im linken Mittelfeld eingesetzt, ist gelernter Stürmer, Neuzugang Markus Hayer auch mit der Position im rechten Mittelfeld vertraut. Sven Sökler wechselt während des Spiels gerne einmal den Flügel. Hinter der Spitze könnte Ufuk Özbek agieren. Das ist zwar von den möglichen Varianten wohl die unwahrscheinlichste und kurioseste, aber eben nicht unmöglich. Ob Marcel Sökler oder Felix Dausend von Jürgen Luginger bereits jetzt das Vertrauen für einen Einsatz von Beginn an bekommen, ist eher ungewiss. Man darf sich überraschen lassen – und auf die baldige Genesung von Laux, Stiefler und Ziemer hoffen.

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