Vorbericht: VfB Stuttgart II – 1. FC Saarbrücken

Eigentlich ist das „Gazi-Stadion auf der Waldau“, früher Waldau-Stadion, die traditionelle heimstätte wieder in die 3. Liga aufgestiegenen Stuttgarter Kickers. Am Samstag wartet auf den 1. FC Saarbrücken dort aber ein anderer Gegner – die U23-Reserve des VfB Stuttgart. Auf dem 1905 eröffneten Geläuf dürfte es die Mannschaft von Jürgen Luginger nicht unbedingt leicht haben.

Fritzle – Stuttgart beweist den Hang der Bundesliga zu seltsamen Maskottchen.

Die vom Ex-FCS-Spieler Jürgen Kramny trainierten Stuttgarter sind in der 3. Liga die einzige Konstante unter den Zweiten Mannschaften. Nach dem Abstieg des SV Werder Bremen II verbleibt der VfB als einzige Bundesliga-Reserve in Deutschlands dritthöchster Spielklasse, die noch nie absteigen musste. Dass es die Stuttgarter im Gegensatz zu ihren Kollegen noch nicht erwischte, mag vielleicht daran liegen, dass hier hervorragende Jugendarbeit erfolgreich mit einem eingespielten Kader gemischt wird. In vier Spielzeiten landete der VfB zweimal auf Platz zehn, zweimal auf Platz elf. Für höhere Aufgaben haben sich in Stuttgarts Team unter anderem die beiden Bundesliga-Spieler Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen) und Julian Schieber (Borussia Dortmund) empfohlen.

Auch in diesem Jahr dürfte Jürgen Kramny auf Kontinuität setzen und einen sehr jungen Kader mit einigen erfahrenen Stützpfeilern setzen. Letztere sind etwa der Deutsch-Brasilianer Daniel Vier und der Ex-Rostocker Tobias Rathgeb, der im Mittelfeld die Fäden zieht. Die interessanteren Namen befinden sicher aber unter den jungen und neuen Spielern. Wo im Tor vergangenes Jahr André Weis Sicherheit verbreitete, steht nun Odisseas Vlachodimos. Der 18-jährige Deutsch-Grieche mit dem langen Namen hat die Fritz-Walter-Medialle in Bronze für herausragende Spieler im Nachwuchsbereich gewonnen und gilt als mindestens genauso talentiert wie sein nun bekannter Vorgänger Bernd Leno.
Die silberne Fritz-Walter-Medaille gab es für seinen Vereinskollegen Robin Yalcin, der als zukünftiger Bundesliga- und Nationalspieler gehandelt wird. Dieser spielt im defensiven Mittelfeld, wo ihm von Rani Khedira Gesellschaft geleistet wird. Name und Position täuschen nicht, es handelt sich tatsächlich um den jüngeren Bruder des Nationalspielers Sami Khedira. Alle drei Talente sind offiziell als Neuzugänge gelistet, wenngleich sie schon Ende der vergangenen Saison in die 3. Liga hereinschnuppern durften.

Beim FCS gibt es derzeit zwar keine Medaillenträger oder Brüder von aktuellen Nationalspielern, dafür gehen Jürgen Lugingers Schützlinge in ihre dritte Drittligasaison. Dabei hat der Trainer, der eine schon fast rekordverdächtige Amtszeit beim FCS einhält, den Kader noch einmal verjüngert. Dabei hat sich in der Vorbereitung einer der Neuen schon als Verstärkung angekündigt: Nicolas Jüllich zeigte als moderner Rechtsverteidiger überzeugende Leistungen. Als Sorgenkind erweist sich dagegen die Position hinten links. Beim Testspiel gegen Worms hatte Lukas Kohler in der Abwehrarbeit große Defizite, erst mit Tim Stegerer kam auf der linken Abwehrseite Ordnung ins Spiel. Fraglich ist, ob der eigentlich für die U23-Mannschaft verpflichtete Stegerer auch in der Liga das Vertrauen des Trainers bekommt. Gegen Kaiserslautern machte die Mannschaft in dieser Formation allerdings bereits einen guten Eindruck.

Sieg, Niederlage oder Unentschieden? Gleichgültig, mit welchem Ergebnis der FCS in die schwierige Anfangsphase der Saison geht, so manches Auftaktspiel der vergangenen Jahre bewies, dass der Start nie das Ende vorwegnimmt. Beim letzten Aufeinandertreffen in Stutgart gab es am 19. August 2011 übrigens ein 1:1-Unentschieden. Torschütze war damals Stephan Sieger.

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2 Antworten zu Vorbericht: VfB Stuttgart II – 1. FC Saarbrücken

  1. Nauwiesbande schreibt:

    Hui, Geläuf.
    Ernsthaft oder halb-ironisches Zitat?

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