FCS-Kurios: Ein Gesicht zum Abschied

Dass Sebastian Pini zukünftig die Geschicke des FCS-Marketings leitet, ist weitestgehend in Vergessenheit geraten, dabei fällt der dieswöchige Montagsbeitrag eigentlich unter die Rubrik „Kommunikationspannen“ oder „FCS-Kuriositäten“. Es ist eine kleine, aber dennoch feine und etwas ulkige, weswegen ich ihr einen Beitrag widmen möchte.

Vereinswebseiten erfüllen ja neben der Ansammlung von Werbebannern und Fanshops für die meisten Klubs ja irgendwo noch einen Informationszweck. So ist ein Service der Seite des FCS, dass über Zu- und Abgänge informiert wird. Das machen viele Vereine meist über „News-Meldungen“, seltener mit einer Übersichtsseite. Braucht man in Zeiten von transfermarkt.de eigentlich auch nicht mehr, denken sich viele. Nicht so der FCS, der eine Übersichtsseite bietet, sogar bebildert: Link.

Unter „Personalien“ sehen wir fast alle Neuen, darunter den lächelnden Benedikt Fernandez und einen sichtlich zufriedenen Artur Schneider. Der Rest, so könnte man es ausdrücken, wirkt dagegen konzentriert. Die neue Saison im Kopf? Man vermutet es, man hofft es.

Darunter dann etwas, wie ich es in der Form noch bei keinem anderen Verein auf der offiziellen Seite sehen konnte: Ein Foto der Abgänge. Und ganz ehrlich: Dieses Foto hätte sich die Kommunikations- und Marketingabteilung des 1. FC Saarbrücken aus Gründen des Anstandes vielleicht besser gespart und nur die Namen der Ehemaligen publiziert. Wir sehen den abweisend die Arme verschränkenden Martin Forkel, der ja selbst wohl am Liebsten geblieben wäre und dessen Abgang nach Neunkirchen von vielen Fans bedauert wurde. Auch Kai Gehring, Abdul Kizmaz und Moustapha Salifou wirken alles andere als gelöst oder zufrieden. Johannes Wurtz posiert dagegen ganz unpassend, während lediglich Markus Fuchs und Stephan Sieger anhand ihrer Körperhaltung wenig Interpretationen zulassen.

Die gezeigten Spieler werden also nach ihrem Abschied noch neben den Neuen zu sehen sein. Sie waren entweder nicht mehr gut genug oder eben zu gut oder hatten eben andere Gründe, zu gehen. Das ist der Fußball, so wie wir ihn nach dem Bosman-Urteil angenommen und mittlerweile akzeptieren gelernt haben. Dass man die Abgänge mit einem Foto ehrt, auf dem fast jeder ein Gesicht zieht, ist dennoch ein Kuriosum, wie es nur zum FCS passen könnte.

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2 Antworten zu FCS-Kurios: Ein Gesicht zum Abschied

  1. Michael schreibt:

    wurde der Pini eigentlich eingestellt oder hat sich das erledigt? auf der homepage ist ja immer noch Dieter Ferner bei Mitarbeitern gelistet …

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