Mandla wechselt zu Schalkes U17

Eigentlich sind solche Meldungen immer etwas traurig, aber diesmal hab ich Gründe, es nicht wirklich zu sein. Sondern bestätigt und das hingegen finde ich diesmal äußerst angenehm. Und es freut mich auch ehrlich für den Spieler, der den Weg so vieler Jugendspieler des 1. FC Saarbrücken geht und sein Glück weiter oben versucht: Philip Mandla geht zur U17 des FC Schalke 04.

Der Spieler, der in vergangenen Saison in der B-Junioren-Regionalliga Südwest in 26 Spielen sagenhafte 23 Tore erzielte, die Saar-Auswahl als Kapitän zum Sieg beim Grenzlandturnier führte und nun mit der Bundesliga belohnt wird, war zugegebenermaßen schwer beim FCS zu halten. Ich kenne ihn als Spieler aber vor allem aus seiner Zeit vor dem FCS.

Als ich einmal Schiedsrichter für den SFV war (immerhin von 2005 bis zu Beginn meines Studiums im Jahr 2009), musste ich zu Beginn meiner Karriere oft auf den unbeliebten Aschenplatz des SV Niedaltdorf, den es heute nicht einmal mehr gibt, wie ich glaube (ich spreche vom Verein, nicht vom Platz). In der damaligen E-Jugend spielte damals ein Junge namens Philipp Mandla, der aussah wie eine kleine Kopie von Wayne Rooney und nicht weniger talentiert spielte und mich selbst als neutralen Schiedsrichter, der sonst wenig gute E-Jugendspiele zu sehen bekam, beeindruckte. Unter dem Jugendtrainer Sebastian Britz spielte Mandla eine Zeit lang, bis dieser, da der SV Niedaltdorf die Tore dicht machte, fast geschlossen alle Jugendspieler zur DJK Dillingen.

Dort ging es weiter, Mandla spielte in einer berüchtigten Mannschaft, die einerseits mit starken Einzelspielern besetzt war und auch in der Lage war, einen hervorragenden Mannschaftsgeist zu zeigen, andererseits aufgrund ihrer Undiszipliniertheit den Ärger so mancher Gegnerteams und Schiedsrichter auf sich zog. Mandla sah nie Rot, allerdings auch das ein oder andere Mal Gelb, selbst wenn er nicht zu den, in dieser Hinsicht, Auffälligen gehört. Dafür konnte er selbst in der D-Jugend und C-Jugend im eigenen Strafraum den Abstoss ausführen, einen kurzen Doppelpass spielen und sich dann zum gegnerischen Tor dribbeln, um dann abzuschließen.

In dieser Zeit begannen auch die internationalen Jugendturniere in Dillingen, die für Schiedsrichter sehr aufregend waren, da nun Topteams aus Deutschland nebst ausländischen Mannschaften aufliefen. Eine der schöneren Erinnerungen meiner Schiedsrichterzeit. Als ich längst nicht mehr pfiff, sondern studierte, hörte ich von Mandlas Wechsel zum FCS und dachte mir, dass es schön wäre, ihn irgendwann einmal für die 1. Mannschaft spielen zu sehen. Wirklich daran glauben konnte ich nicht, da sein Talent ihn schon vorher in die Bundesliga befördern konnte. Er hat nun den nächsten Schritt gemacht. Gratulation, Philip Mandla!

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3 Antworten zu Mandla wechselt zu Schalkes U17

  1. olaf zirke schreibt:

    Der bleibt nicht lange bei schalke in 6 monaten kommt er zürück nach dillingen er hat kein ahnung von fussball.

    • carstenbordeaux schreibt:

      Und wenn er in 6 Monaten doch noch Schalker ist und irgendwann mal irgendwo in der Bundesliga spielt, hat Olaf Zirke keine Ahnung von Fußball 😉

  2. Pingback: Fakten rund um das Pokalspiel FCS – Schalke | Das FCSBlog 2.0

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