Ich finde das ganz OK, dass Nulle nicht kommt.

Es wird mal Zeit für einen leicht populistisch angehauchten Blogeintrag, was aber nicht wirklich stört, da als Quelle heute einmal die Saarland-Ausgabe der BILD-Zeitung dient. Carsten Nulle soll, laut eben dieser Publikation, einen schon fast fertigen Deal mit dem 1. FC Saarbrücken in letzter Sekunde verworfen haben und wechselt stattdessen zum KSV Hessen Kassel. Ich bin erleichtert.

Die Verletzung von Michael Müller macht die Suche nach einem neuen Torhüter für den FCS zu einer Pflichtaufgabe, da gerade Enver Marina als verletzungsanfällig gilt und aufgrund von Leistenproblemen schon öfters pausieren musste. Dass die sportliche Leitung dann ausgerechnet Carsten Nulle ins Visier nahm: Nein, das brauch ich nicht unbedingt. Auf dem Papier sieht es ganz gut für Nulle aus: 36 Jahre alt, gestandener Zweit- und Drittligakeeper, zuletzt bei Jena und bei Nürnberg (allerdings nur als Trainingstorhüter) aktiv. Aber es gibt dann doch eine Reihe von Dingen, die stören.

Nulle hat sich schon einige Eskapaden geleistet, sei es die Auseinandersetzung mit dem größten und stärksten Gegner der Deutschen Fußballspieler: Dem Grotifanten. Zudem wurde er beim FC Carl Zeiss Jena im April 2011 beurlaubt – bis dahin war er sogar Kapitän der Mannschaft. Von dieser Degradierung, die schon fast einmalige Züge im Deutschen Fußball trägt, sind keine Gründe bekannt, aber es lässt zumindest auf schwere disziplinarische Vergehen schließen. Zuletzt war dann da noch der 7:0-Sieg des 1. FC Saarbrücken bei Jena in der Hinrunde der Saison 2010/2011. Nulle präsentierte sich, wenngleich an der Höhe der Niederlage nicht schuldig, nicht durchweg fehlerfrei und ließ sich nach Spielende von den Fans zu einem Verhalten provozieren (Video), was eines Kapitäns nicht wirklich angemessen ist.

Nein, liebe sportliche Leitung des FCS, den hätte ich selbst ich nicht als Ersatz hinter Ferner gewollt, trotz seiner faktisch vorhandenen Qualifikation (und seines Tores, was ihn irgendwie etwas sympatischer macht) für den Posten. Für den Posten hinter Marina kommen nur zwei Spielertypen infrage: Ein junger, hungriger Torwart, der Marina in einen Zweikampf zwingt, von dem sich beide sportlich verbessern, oder ein erfahrener Mann, der kein Problem hat, sich in die Hierarchie einzufügen und dann einspringt, wenn er gebraucht wird.

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